Mi, 14. November 2018

Neue Vorwürfe

27.03.2012 15:08

EU-Behörde: Google soll Marktmacht missbraucht haben

Die Europäische Verbraucherschutzzentrale BEUC in Brüssel hat die EU-Kommission aufgefordert, ihre laufende Kartelluntersuchung gegen Google mit Härte weiterzuverfolgen. "Wir sind besorgt, dass die dominante Suchmaschine, Google, ihre Position auf dem Suchmarkt missbraucht haben könnte, um Anwender zu ihren eigenen Diensten zu leiten und zum Zweiten die Sichtbarkeit der konkurrierenden Websites und Dienste zu reduzieren", heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben von BEUC an EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia.

In seiner einzigartigen Rolle als "Schrankenwärter" zum Internet könne Google den Zugang zu Konkurrenten einschränken, kritisieren die Verbraucherschützer. BEUC beruft sich dabei auf eine Untersuchung des britischen Unternehmens "Foundem".

Diese zeige, dass Google regelmäßig seine eigenen Dienste bei den obersten Suchergebnissen platziere und damit Datenströme von seinen Konkurrenten verzerre. Dies werde durch eine Studie des Anbieters "SearchMetrics" bestätigt. Demnach landen die Google-eigenen Websites im Fall von Videos (YouTube), Landkarten (Google Maps), Shopping (Google) und Bildern (Blogger) ganz oben.

Sollten diese Vorwürfe in der Untersuchung der EU-Kommission bestätigt werden, würde dies bedeuten, dass Verbraucher durch die Dominanz von Google Schaden erlitten hätten, heißt es in dem Schreiben weiter. Es sei wichtig, dass die EU-Kommission von ihrem Recht Gebrauch mache, Unternehmen zu sanktionieren, die ihre Stellung zum Nachteil der Konsumenten missbrauchten.

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