Mi, 21. November 2018

US-Justiz ermittelt

23.03.2012 14:04

Betrugsvorwurf bei Telefondienst für Gehörlose

Das US-Justizministerium hat eine Klage gegen den Telefonriesen AT&T wegen Betrugs bei einem Telefondienst für Gehörlose eingeleitet. Das Unternehmen habe den Missbrauch des Dienstes IP Relay durch Kriminelle ermöglicht und dabei auch noch staatliche Förderungen eingestrichen, teilte das Ministerium am Donnerstag mit.

Gehörlose und Schwerhörige können in den USA kostenlos per Computer eine Verbindung zu einem Helfer aufbauen, der Telefonate für sie führt und ihnen quasi als Stimme dient. Für die Nutzer ist IP Relay kostenlos, der Staat erstattet den Telefongesellschaften dafür allerdings 1,30 Dollar (knapp einen Euro) je Minute.

Dem Justizministerium zufolge nutzten diesen Dienst massenhaft Kriminelle hauptsächlich aus Nigeria. Sie tätigten über die vermittelten Anrufe demnach unter anderem Einkäufe mit gestohlenen Kreditkartendaten. Aufgeflogen ist dies laut Ministerium durch eine Anzeige eines ehemaligen Mitarbeiters in einem IP-Relay-Callcenter.

Die Behörden werfen AT&T vor, wissentlich ein System betrieben zu haben, das nicht überprüfte, ob der Dienst aus den USA oder von anderswo genutzt wurde. "AT&T betrieb das System auch noch in dem Wissen, dass es die Nutzung von IP Relay durch betrügerische Anrufer aus dem Ausland besonders einfach machte", erklärte das Ministerium.

Der Konzern habe so gehandelt, da er gewusst habe, dass 95 Prozent der Anrufe - und damit der Einnahmen - durch betrügerische Nutzer zustande kamen. AT&T wies die Vorwürfe zurück. Betrüger könnten den Gehörlosen-Dienst genauso ausnutzen wie die Post oder E-Mails.

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