Mo, 17. Dezember 2018

Hohe Nachzahlung?

20.03.2012 16:31

Frankreich leitet Steuerprüfung bei Google ein

Der französische Fiskus hat eine Steuerprüfung beim Internetriesen Google in Frankreich angeordnet. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus zuverlässiger Quelle erfuhr, ist das Verfahren bereits im Gang. Dem Unternehmen droht laut einem Magazinbericht eine Steuernachzahlung von 100 Millionen Euro, da es möglicherweise Einkünfte verheimlicht habe.

Das Pariser Finanzministerium wollte keine Stellung nehmen. Ein Sprecher von Google France sagte, das Unternehmen beachte die Steuergesetze aller Länder, in denen es tätig sei. "Wir sind überzeugt, dass wir das französische Gesetz eingehalten haben."

Der Internetseite des Nachrichtenmagazins "L'Express" zufolge haben die nationale Steuerdirektion und der Zoll den Sitz von Google France schon am 30. Juni vergangenen Jahres durchsucht und dabei zahlreiche E-Mails, Rechnungen und Verträge beschlagnahmt. Bei der Untersuchung gehe es um Steuern, die Google zwischen 2008 und 2010 nicht bezahlt haben soll, schreibt "L'Express".

Unregelmäßigkeiten bei Umsatzangaben
Den Informationen des Nachrichtenmagazins zufolge hat Google France für 2010 einen Umsatz von 68,7 Millionen Euro angegeben. Dies sei 37-mal weniger als der Jahresumsatz in Großbritannien, der im gleichen Jahr 2,5 Milliarden Euro betragen habe. Andererseits sei Frankreich für Google der viertgrößte Markt. Laut "L'Express" könnte Google eine Steuernachforderung in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro drohen.

Frankreich will Internetriesen stärker besteuern
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hatte vergangene Woche angekündigt, internationale Internetriesen sollten in Frankreich stärker besteuert werden. Der konservative Staatschef regte dafür eine Besteuerung von Online-Werbeeinnahmen an. Im französischen Parlament war im vergangenen Jahr ein Vorstoß gescheitert, auch große ausländische Internet-Suchmaschinen und Webportale wie Google und AOL zu besteuern. Die Pariser Regierung sperrte sich daraufhin dagegen, dass nur in Frankreich ansässige, kleinere Unternehmen für ihre Werbung im Internet besteuert werden sollten.

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