Di, 16. Oktober 2018

Verluste vertuscht

07.03.2012 09:28

Anklage gegen frühere Olympus-Chefs erhoben

Im Finanzskandal um den japanischen Elektronikkonzern Olympus ist Anklage gegen das Unternehmen und drei ehemalige Mitglieder der Konzernführung erhoben worden. Der ehemalige Konzernchef Tsuyoshi Kikukawa, zwei weitere frühere Top-Manager und drei Finanzberater hätten in der Unternehmensbilanz gemeinsam Verluste vertuscht, befand die Bezirksstaatsanwaltschaft von Tokio am Mittwoch. Dieselbe Anklage wurde von der japanischen Börsenaufsicht SESC gegen Olympus als Konzern erhoben.

Olympus hatte Anfang November eingeräumt, seit den 1990er-Jahren in der Bilanz hohe Verluste aus Finanzgeschäften in der Höhe von umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro verheimlicht zu haben. Vertuscht wurden die Verluste mit Hilfe undurchsichtiger Beraterhonorare und von Abschreibungen auf Firmenkäufe.

Die drei mutmaßlichen Architekten des Bilanzbetrugs - Tsuyoshi Kikukawa, Vizepräsident Hisashi Mori und Buchprüfer Hideo Yamada - verloren bereits ihre Jobs. Olympus verklagte wegen der Bilanzmanipulationen zuletzt neben den Managern auch seine internen Buchprüfer.

Ins Rollen gebracht hatte den Skandal der frühere Vorstandschef Michael Woodford im Oktober, nachdem er zuvor entlassen worden war. Aktuell steht der Konzern unter der Führung von Shuichi Takayama, der jedoch bereits für April seinen Rücktritt angekündigt hat. Eine außerordentliche Aktionärsversammlung soll dann eine neue Führung einsetzen.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Wer trägt Schleife?
Fodas Lächeln bei der brisanten Kapitäns-Frage
Fußball International
Nations League
Englands „Three Lions“ auf 3:2-Beutezug in Spanien
Fußball International
Deutsche Fußball-Krise
Rücktritt? Joachim Löw spricht jetzt Klartext!
Fußball International
Haft- und Geldstrafen
GAK- und Sturm-Fans nach Randalen verurteilt!
Fußball National
„Haben starke Spieler“
Dänemark-Teamchef zeigt Respekt vor ÖFB-Team
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.