Di, 26. März 2019
05.12.2011 12:37

Großer Erfolg

TU Wien gewinnt internationalen Hacker-Wettbewerb

Großer Erfolg für die Technische Universität Wien beim alljährlich von der kalifornischen Universität von Santa Barbara ausgetragenen Hacker-Wettbewerb "International Capture the Flag": Bereits zum zweiten Mal konnte sich heuer ein Wiener Team von Internetsicherheitsexperten gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen. Der Wettstreit dauerte dabei bis spät in die Nacht hinein, erst um 2 Uhr in der Früh stand der Sieger fest.

Weltweit wird im Bereich Datenschutz und Internetsicherheit geforscht. "Rein akademische Analysen über Hacker-Attacken sind allerdings nur die eine Seite - man kann eine ganze Menge lernen, wenn man das theoretische Wissen in der Praxis gegen exzellente Gegner einsetzen muss", so Christian Platzer von der Automation Systems Group am Institut für Rechnergestützte Automation der TU Wien.

Der von der Universität von Santa Barbara ausgetragene Wettbewerb bietet den akademischen Hackern eine äußerst herausfordernde - und dabei dennoch völlig legale - Möglichkeit, ihr Wissen unter Beweis zu stellen. Der Aufgabenbereich wird jedes Jahr neu festgelegt.

Die Teams müssen einerseits die eigene Computer-Infrastruktur schützen, andererseits in die Systeme der anderen Teams eindringen und vorgegebene Aktionen durchführen. Reisekosten können sich die Teilnehmer dabei sparen - wie es sich für Hacker gehört, wird der Wettbewerb direkt übers Internet ausgetragen.

Spannend bis zur letzten Minute
87 Teams aus der ganzen Welt traten diesmal gegeneinander an, damit ist der Wettbewerb einer der größten seiner Art. Bereits 2006 hatte sich ein Team der TU Wien durchsetzen können, heuer konnte der Sieg zum zweiten Mal eingefahren werden.

Das Wiener Team "We_0wn_Y0u", das sich aus Vortragenden und Studierenden der Lehrveranstaltung "Advanced Internet Security" zusammensetzt, konnte sich schon recht bald an die Spitze setzen, wurde dann aber im Verlauf des Wettbewerbs noch von anderen überholt. "Besonders stark war diesmal ein Team aus Russland - es hatte in der Schlussphase schon einen beeindruckenden Vorsprung", berichtet Platzer.

Knapp vor Schluss gelang es dem Team allerdings doch noch, sich vorbei an der Konkurrenz an den ersten Platz zu schieben. "Die Russen wurden in den letzten Minuten dann offenbar nervös - wir haben zum Glück die Nerven behalten", so Platzer.

Teilnahme bei wichtigstem Wettbewerb gesichert
Der Preis für die Mühen bis spät in die Nacht hinein: ein Preisgeld von 2.000 Dollar und eine fixe Teilnahme beim DefCon CTF nächstes Jahr - dem wohl wichtigsten Hackerbewerb weltweit. Ausgezahlt hätte sich der Wettkampf zweifellos auch ohne Preisgeld: "Es war jedenfalls ein Riesenspaß", sind sich alle Teammitglieder einig.

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