42 deutsche Verbände und Gewerkschaften, die mehr als 140.000 Autoren und Interpreten vertreten, haben die EU aufgefordert, den Regel-Entwurf für Künstliche Intelligenz (KI) zu verbessern. Sie sehen das Urheberrecht durch ChatGPT bedroht. Gefordert wird außerdem, dass Anbieter solcher Technologien für alle von der KI generierten und verbreiteten Inhalte haften, insbesondere für Verletzungen von Persönlichkeits- und Urheberrechten, Fehlinformationen oder Diskriminierung.
Die Gewerkschaften sowie die Verbände der Fotografen, Designer, Journalisten und Illustratoren äußern ihre Anliegen in einem Brief an die Europäische Kommission, den Europäischen Rat und den EU-Gesetzgeber. Zentrale Punkte wie die unbefugte Nutzung von geschütztem Material oder dessen intransparente Verarbeitung würden Fragen der Rechenschaftspflicht, Haftung und Vergütung aufwerfen. Diese müssten geklärt werden, „bevor irreversible Schäden entstehen“, heißt es in dem Reuters vorliegenden Schreiben vom Mittwoch.
Die Europäische Kommission hatte vergangenes Jahr KI-Regeln vorgeschlagen. In den kommenden Monaten werden letzte Details mit EU-Gesetzgebern und Mitgliedsstaaten ausgehandelt. Die Regeln sollten verschärft werden, fordern nun die deutschen Verbände und Gewerkschaften, um die Nutzung von KI über den gesamten Produktzyklus hinweg zu regulieren. In dem Schreiben heißt es auch, dass Anbieter wie Microsoft, Google, Amazon oder Meta nicht berechtigt sein sollten, zentrale Plattformdienste zur Verbreitung digitaler Inhalte zu betreiben.
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