Titelkampf-Rückschlag

SK Rapid patzt mit 2:2 bei Nachzügler Hartberg!

Bundesliga
19.04.2026 16:20
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nach einem 2:2 (0:1) in Hartberg ist der SK Rapid in der Bundesliga-Meistergruppe bereits drei Spiele sieglos! Die nun viertplatzierten Wiener holten am Sonntag mit Toren von Bendeguz Bolla (47.) und Petter Nosa Dahl (67.) zweimal einen Rückstand auf. Zum Sieg reichte es trotz mehr Ballbesitzanteilen und einem Chancenplus aber nicht. Die TSV-Defensivkräfte Lukas Spendlhofer (45.) und Luca Pazourek (52.) schossen das in der Meistergruppe weiter sieglose Schlusslicht zweimal in Front.

Hartberg zog sich am stumpfen Geläuf tief zurück, um aus einer gesicherten Abwehr schnell zu kontern. In der gegnerischen Hälfte tauchten die TSV-Spieler anfangs aber nur selten auf. Vielmehr bekam das Publikum in der Oststeiermark brotlose Überlegenheit der Gäste zu sehen. Nach 30 Minuten hatte Rapid den immensen Ballbesitzanteil zu mehreren ungefährlichen Abschlussversuchen genutzt. Hartberg-Spezialist Ercan Kara vergab die einzige nennenswerte Chance per Hechtkopfball (4.).

Drei Tore binnen acht Minuten
Rapid mühte sich trotz aller Dominanz zunächst vergebens um Tore. Auf der Gegenseite stellte Marco Hoffmann das Spiel beinahe auf den Kopf, zögerte im Abschluss aber zu lange (45.). Beim folgenden Eckball packte Spendlhofer das Zauberfüßchen aus: Der von einer Rotsperre zurückgekehrte Abwehrchef chippte den Ball über Rapid-Goalie Niklas Hedl hinweg ins lange Kreuzeck. Es war das erst zweite TSV-Tor in der laufenden Meistergruppe.

Rapid hatte eine rasche Antwort nach Wiederbeginn parat. Matthias Seidl legte kurz ab für Bolla, dessen wuchtiger Schuss von der Strafraumgrenze von Konstantin Schopp noch entscheidend abgefälscht wurde (47.). Doch auch Hartberg konnte es abgefälscht: Pazourek zog nach einem Corner im Rückraum ab, Romeo Amane und vor allem die Schulter von Serge-Philippe Raux-Yao gaben dem Geschoss eine ganz andere Richtung.

Rapid-„Joker“ sticht
Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup brachte Dahl und bewies mit der Hereinnahme des Offensivspielers ein goldenes Händchen. Dahl bekam die Kugel von Seidl per Lupfer im Fünferraum serviert und netzte zum 2:2 ein. Der Ausgleich hatte sich bereits angekündigt. Hartberg-Coach Manfred Schmid echauffierte sich an der Seitenlinie und wurde von Schiedsrichter Julian Weinberger mit Rot auf die Tribüne verwiesen. Schmid fehlt dem TSV damit beim „Retourmatch“ in Wien am Mittwoch in der Coachingzone.

Kurz darauf hatte Rapids Andreas Weimann mit einem eingesprungenen Tackling gegen Benjamin Markus Glück, nur Gelb zu sehen. Bei strömendem Regen im Finish schienen die Gäste dem Sieg näher. Das späte 2:3 verhinderte Youba Diarra, der sich in einen Seidl-Schuss warf (89.).

Das Ergebnis:
TSV Hartberg – SK Rapid 2:2 (1:0)
Hartberg, Profertil Arena Hartberg, 4200 Zuschauer, Schiedsrichter Weinberger

Tore: 1:0 (45.+1) Spendlhofer, 1:1 (47.) Bolla, 2:1 (52.) Pazourek, 2:2 (70.) Dahl

Rote Karte: Schmid (Hartberg-Trainer)

Gelbe Karten: Markus, Hennig bzw. Kara, Weimann

Hartberg: Hülsmann – Schopp, Spendlhofer, Coulibaly – Heil, Wilfinger, Markus, Pazourek (77. Hennig) – Hoffmann (77. Aziz), Fridrikas (64. Diarra), Havel (91. Korherr)
Rapid: Hedl – Schöller (53. Dahl), Cvetkovic, Raux-Yao – Bolla, Amane (85. Grgic), M. Seidl, Ahossou – Weimann, Kara (85. Antiste), Wurmbrand (77. Demir)

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