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Einmaliges Titanic-Relikt sorgt für Auktionshammer
Eine signierte Rettungsweste einer Überlebenden des Titanic-Untergangs hat bei einer Versteigerung einen Preis von umgerechnet rund 609.000 Euro (530.000 Pfund) erzielt. Sie war zuletzt im Titanic-Museum in Belfast ausgestellt.
Der Erlös lag damit weit über dem anvisierten Preis von bis zu 400.000 Euro. Zum Verkaufspreis kommen laut der Nachrichtenagentur PA noch Gebühren, sodass für den Käufer demnach sogar knapp 770.000 Euro (670.000 Pfund) fällig werden.
- Laut dem auf Titanic-Andenken spezialisierten Auktionshaus Henry Aldridge & Son handelt es sich bei dem Sammlerstück um die einzige Rettungsweste, die nach der Katastrophe 1912 je bei einer Auktion feilgeboten wurde.
- Getragen hatte sie eine Passagierin der ersten Klasse, Laura Mabel Francatelli, auf dem Rettungsboot Nummer Eins – gemeinsam mit nur elf anderen Passagieren.
- Francatelli und andere Überlebende, mit denen sie auf dem Boot ausgeharrt hatte, hatten die Weste nach ihrer Rettung am 15. April 1912 signiert.
Hier sehen Sie die versteigerte Rettungsweste:
Francatelli reiste laut dem Auktionshaus als Sekretärin der Modedesignerin Lady Lucy Duff Gordon auf dem berühmten Schiff mit. Ihre Arbeitgeberin hatte die Überfahrt an Bord des brandneuen Luxusliners in Begleitung ihres Ehemannes im Rahmen einer Reise nach Chicago gebucht.
Fast leeres Rettungsboot drehte nicht um
Gemeinsam mit Francatelli gelangte das Paar auf das Rettungsboot Nummer Eins, das den Angaben zufolge mit nur zwölf Personen an Bord zu Wasser gelassen wurde – obwohl es Platz für 40 Menschen bot. Trotzdem entschieden sich die Passagiere an Bord dagegen, zu der Stelle zurückzukehren, an der die Titanic gesunken war, um weitere Menschen aus dem eisigen Meer zu retten.
Grafik: Untergang der Titanic
Zahlreiche Titanic-Andenken unter dem Hammer
Auch andere Gegenstände von der Titanic kamen bei der Auktion am Samstag unter den Hammer, darunter etwa ein Sitzkissen aus einem Rettungsboot für umgerechnet rund 356.000 Euro ohne Gebühren.
Versteigert wurden auch eine Brille, die der Erste-Klasse-Passagier Frederick Sutton an Bord des Schiffs getragen hatte, und Suttons goldene Uhr. Der Geschäftsmann war wie rund 1500 andere Menschen beim Untergang der Titanic ums Leben gekommen.
Ende 2025 hatte die goldene Taschenuhr (siehe unten) des bei der Katastrophe ertrunkenen Paares Isidor und Ida Straus einen Rekordpreis von mehr als zwei Millionen Euro erzielt. Laut Auktionshaus war das der höchste Betrag, der jemals für ein Titanic-Andenken gezahlt wurde.
Das Schicksal des Paares war durch James Camerons Titanic-Film von 1997 berühmt geworden. Darin ist das Paar Arm in Arm auf einem Bett liegend zu sehen, während das Schiff sinkt.
In der Realität überreichte Straus ihren Pelzmantel mit den Worten „Ich werde ihn nicht mehr brauchen“ an ihr Dienstmädchen. Dem hartnäckigen Drängen ihres Ehemannes, sie möge sich in ein Boot setzen, gab sie nicht nach. „Wir sind seit so vielen Jahren zusammen. Wohin du gehst, gehe auch ich“, soll sie nachweislich gesagt haben. Ihr Leichnam wurde nie gefunden bzw. identifiziert. Sie war nur eine von vier Frauen aus der Ersten Klasse, die nicht überlebten.











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