Di, 25. September 2018

Gefährlicher Trend

25.08.2011 12:14

Kinder haben im Web mehr Vertrauen als privat

Einer Studie der Aktionsplattform "DigiKids" zufolge, die am Donnerstag am Rande des Europäischen Forum Alpbach vorgestellt wurde, fühlen sich Kinder im Internet sicher und sind bereit, mehr Informationen von sich preiszugeben als im persönlichen Kontakt. "Das Thema 'Medienkompetenz' für Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagogen sollte sofort mehr ins Licht der Aufmerksamkeit gerückt werden", fordert die Plattform.

Für die Studie wurden die Erfahrungen von Schülern im Alter von zehn bis 14 Jahren in drei Fokusgruppen einer Kooperativen Mittelschule aufgenommen und dann die Eltern von 15 Schülern "spiegelbildlich" befragt. Sicherheit, Vertrauen und Nähe würden von den Kindern in digitalem und realem Erleben völlig unterschiedlich wahrgenommen, lautet ein zentrales Ergebnis.

So werden nicht nur mehr persönliche Informationen geteilt - auch sei Mobbing für die Kinder im Internet schwerwiegender als ein persönlicher Streit.

Mädchen früher auf Facebook
Geschlechtsunterschiede zeigten sich vor allem in Hinblick auf die Online-Tätigkeiten. Während der "Einstieg" ins Internet bei Buben wie Mädchen über Spiele erfolgt, benutzen Mädchen schneller Kontaktplattformen wie Facebook, "um sich von ihrer besten Seite zu präsentieren". Etwa zwei Drittel der Zehnjährigen sind mit Wissen ihrer Eltern schon bei Facebook, Mädchen früher als Buben.

Sensibilisiert zeigten sich die befragten Mädchen dabei auf Kontaktaufnahmen durch ältere Männer. Für die Buben sei es im Internet "durch die scheinbare Distanz" leichter, auf Mädchen direkt zuzugehen.

Eltern im Internet mehr an Dauer als an Inhalten interessiert
Statt Inhalten und Kommunikationsweisen, die ihre Kinder im Internet nutzen, maßregeln die Eltern allerdings vor allem die Dauer des Internetkonsums mit bis zu 1,5 Stunden pro Tag. Das Credo dahinter: Der Austausch im Internet ist okay, solange neben den digitalen Gewohnheiten ausreichend Zeit für andere Freizeitaktivitäten genutzt wird. Vor allem ab dem Alter von zwölf Jahren gaben die Eltern allerdings an, nicht genau zu wissen, was sich im "digitalen Leben" ihrer Kinder abspielt.

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