Wir lieben unsere Handys – und hassen sie. Zum Beispiel wenn sie im unmöglichsten Moment klingeln – und dann noch der Chef dran ist und seiner miesen Laune freien Lauf lässt. Oder wenn die Frau verräterische SMS an eine heimliche Geliebte im Handyspeicher findet. Oder wenn man eigentlich einen Film im Fernsehen anschauen will und die beste Freundin ruft an um sich stundenlang über einen Typen auszuheulen. Jetzt formieren sich immer mehr Gegner gegen die grassierende Telefonitis.
Die Handy-Gegner wehren sich gegen die immer
gleichen stupiden Fragen "Wo bist Du gerade?",
gegen lautstarke Gespräche in Bussen und Bahnen "Die
Verbindung ist schlecht, was sagst Du?" und gegen
den Druck der Gesellschaft "Wie kannst Du ohne Handy
leben?". Es sind Menschen wie du und ich, die sich
nicht mehr dem Diktat der kontinuierlichen Kommunikation unterwerfen.
"Ich bin kein Hund, den man herbeipfeift" sagt etwa eine 35-jährige
Handy-Gegnerin aus Frankreich.
Handyfreier Tag und Hotels
Handy-Sekptiker ertragen gerade das nicht, was Handy-Süchtige
suchen: den Einbruch in ihr Privatleben. "Handy-Süchtige
reden zu laut und lachen zu laut, sie müssen sich ständig
durch Gespräche beweisen, dass sie lebendig sind", meint
die Psychologin Marina Petit. Um eine Diskussion über die
Nutzung des Handys in Gang zu bringen, hat der französische
Krimiautor Philippe Marso einen handyfreien Tag ins Leben gerufen
- den 6. Februar. In Österreich ziehen sich immer mehr gestresste
Manager in Wellness-Hotels zurück in denen Handys verpönt
sind um abgeschaltet werden müssen.
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