Zähne richtig reinigen

Sind Sie ein Putzprofi?

Gesund Konkret
23.09.2022 05:00

Zweimal täglich die „Beißerchen“ zu putzen reicht - so oder ähnlich beschreiben wohl die meisten Österreicher ihre Gewohnheiten. Was ein Zahnarzt davon hält.

„Das ist zu wenig und kann schlimme Folgen für das Gebiss nach sich ziehen“, warnt Dr. Lukas Hallmann anlässlich des Tages der Zahngesundheit am 25. September. Dabei fehlt etwa die Reinigung der Zwischenräume. „Beginnen Sie daher immer damit. Das bedeutet, Zahnseide oder Zwischenraumbürstchen sollten stets vor der Bürste - am besten eine elektrische verwenden - zum Einsatz kommen. Die Zahnpasta wirkt so besser. Lassen Sie sich die korrekte Technik vom Arzt zeigen.“ Apropos Paste: Idealerweise enthält sie Fluorid, damit die Kauwerkzeuge bestmöglich vor Karies geschützt sind.

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Einen Tag mit der linken, dann wieder mit der rechten Hand putzen. Ansonsten werden immer dieselben Schwachstellen zu wenig ,geschrubbt'.

Dr. Lukas Hallmann, Zahnarzt in Wien

Wo man im Mund mit dem Saubermachen anfängt
Der Arzt empfiehlt folgende Reihenfolge: „Anfangs ist man noch mit voller Konzentration bei der Sache. Starten Sie daher bei den hintersten Zähnen. Sehr langsam und mit wenig Druck vorgehen. Denken Sie daran, dass es Kauflächen sowie Außen- und Innenseite gibt. Kippen Sie, während Sie am selben Zahn bleiben, die Borsten in möglichst viele unterschiedliche Richtungen, damit er aus vielen Winkeln gereinigt wird. Zahnfleischrand nicht vergessen!“ Der Putzvorgang dauert idealerweise insgesamt etwa 4 Minuten. Täglich mit einem anderen „Beißerchen“ beginnen oder die andere Hand verwenden, hat Dr. Hallmann einen weiteren Trick parat. Ansonsten werden immer dieselben Schwachstellen zu wenig „geschrubbt“. Kontrollieren Sie sich dabei im Spiegel! Gehen Sie nicht in der Wohnung spazieren - das mindert nämlich die Konzentration.

Auf die Zunge nicht vergessen!
Auch die Zunge gehört täglich gesäubert, hierfür gibt es Zungenreiniger zu kaufen. Nach dem Zähneputzen Zunge herausstrecken und mehrmals von hinten nach vorne „abziehen“. Wer regelmäßig Probleme mit Karies hat, sollte seine Zahnoberflächen mit zusätzlicher Fluoridierung stärken, etwa mit einem Gel (Apotheke). Darüber hinaus beim Kochen nur jodiertes Speisesalz mit Fluorid verwenden.

Kontrolle ist gefragt
„Vergewissern Sie sich ab und zu selbst mit Plaquefärbetabletten, ob Ihre Technik ausgereift ist. Nachdem Sie am Werk waren und ausgespült haben, Tablette zerbeißen und eine Minute im Mund lassen. Danach mehrmals ausspucken, bis keine Farbe mehr mitkommt. Wenn Sie die Zähne dann im Spiegel betrachten, sehen Sie, wo überall schlecht geputzt wurde. Die ansonsten unsichtbaren Beläge sind nun rosa gefärbt. Dort muss man nochmals gezielt nachreinigen. Vergessen Sie zudem nicht, zweimal pro Jahr zum Zahnarzt zu gehen“, so Dr. Hallmann. Auf diese Weise werden Probleme frühzeitig erkannt und behandelt - und es tut weniger weh. Empfehlenswert wäre auch eine jährliche, professionelle „Mundhygiene“.

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