Mi, 15. August 2018

Trotz Bedenken

04.08.2011 12:40

Jeder Vierte speichert Daten bereits in der Cloud

Fast jeder vierte Internetnutzer verfügt bereits über einen eigenen Online-Speicher, auch wenn nur jeder siebente von der Datensicherheit dieser Lösung überzeugt ist. So das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS. Wesentlich vorsichtiger beim "Cloud-Computing" sind Firmen: Knapp die Hälfte der Unternehmen will in naher Zukunft sicher nichts auf die Wolke auslagern.

Annähernd die Hälfte aller Webnutzer (48 Prozent) ist laut IMAS bereits mit einem eigenen Profil in einem sozialen Netzwerk vertreten oder besitzt eine eigene Homepage, auf der private Fotos, Videos und andere Files gespeichert werden. Aber auch durch das Schreiben von Blogs, das Hochladen auf fremde Websites wie zum Beispiel YouTube werde Privates in der Wolke abgelegt, so IMAS. Dazu komme, dass bereits nahezu ein Viertel der aktuellen Internetnutzer über einen eigenen Online-Speicher verfüge, wie sie von Amazon, Mobilfunkanbietern oder etwa Internet-Providern angeboten werden.

Speichern ja, Vertrauen nein
Dennoch zeige die demoskopische Nachfrage bezüglich der Sicherheit der in der Cloud gespeicherten privaten Daten eine deutliche Furcht vor Missbrauch, halten die Marktforscher fest. Nahezu die Hälfte der privaten Internetnutzer bezeichnet die Online-Speicherung demnach als "nicht sicher und nur unzureichend gegen Missbrauch geschützt".

"Diese klare Einschätzung würde eigentlich einen sorgsameren Umgang mit der Einspeisung privater Files und Daten in die Wolke vermuten lassen, als es – wie bereits beschrieben – tatsächlich geschieht. Zumindest im privaten Bereich ist das Sicherheitsrisiko offensichtlich kein entscheidendes Hindernis, private Dateien öffentlich zu machen oder online abzuspeichern", bemerkt IMAS.

Unternehmen skeptischer
Anders sehe es im Unternehmensbereich aus, wo lediglich 17 Prozent der befragten Firmen vom Cloud-Computing Gebrauch machten. Zwar wollen zwei Prozent in den kommenden ein bis zwei Jahren sicher, acht Prozent vielleicht in die Cloud folgen, die große Mehrheit, nämlich 48 Prozent, wird dies - zumindest in diesem Zeitrahmen - aber sicher nicht tun. Die Informationen über Kunden, Geschäftsbeziehungen oder Unternehmenszahlen würden als viel zu vertraulich eingestuft, um in einer nicht wirklich kontrollierbaren Datenwolke abgespeichert zu werden, so die Meinungsforscher.

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