02.06.2022 17:45 |

„Zeitpunkt schade“

AUA-Belegschaft will jetzt höhere Gehälter

Betriebsversammlungen führten bei der Airline zu Ausfällen. Das Unternehmen versuchte, Betroffene vorab zu informieren.

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Die neue AUA-Chefin Annette Mann ist in der Einarbeitungsphase – öffentlich äußern will sie sich erst nach 100 Tagen im Konzern. Das scheint auch intern zu gelten, denn Gespräche mit Mitarbeitervertretern fanden bisher anscheinend nicht statt. „Wir wollen schon länger über die Anpassung des Krisenpakets sprechen“, erläutert René Pfister, Betriebsratschef des Bodenpersonals.

Es geht wieder einmal um Geld
Zur Erinnerung: Um die AUA vor dem finalen Absturz zu retten, wurden im Frühsommer 2020 umfassende Einsparungen inklusive Einkommens-Minus beschlossen, das bis Ende 2023 gilt. Pfister: „Bei uns beträgt der Verzicht bei den Ist-Gehältern zwischen drei und 15 Prozent.“ Je besser man verdient, desto größer die Einschnitte. Bei Piloten und Flugbegleitern sind es generell zehn Prozent.

Aktuell sind bei der AUA 5600 Mitarbeiter beschäftigt; 1200 haben die Airline seit 2019 verlassen. Einer der Gründe war, neben natürlichen Abgängen, die Kurzarbeit, die sich viele nicht leisten konnten, da sie, Zulagen eingerechnet, Einbußen von bis zu 35 Prozent brachte.

Das ist jetzt vorbei, denn das fliegende Personal arbeitet seit April regulär; die Boden-Mannschaft seit 1. Juni. „Wir wollen das Maximum, das wirtschaftlich geht“, so Pfister. Anpassungsbedarf bestehe, da sich die Bedingungen für den Kollektivvertrag (Inflation etc.) massiv geändert hätten. Im Juni gibt es nun auch einen Verhandlungstermin.

52 Flüge ausgefallen
Bei Betriebsversammlungen wurde die Belegschaft am Donnerstag über die aktuelle Lage informiert. Es kam zu Ausfällen von 52 Flügen. Rund 5200 Passagiere waren betroffen, die man vorab zu informieren versuchte. „Der Zeitpunkt vor Pfingsten war bedauerlich und schade“, heißt es seitens der AUA.

Eva Mühlberger
Eva Mühlberger
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