Da die Kriminellen global agierten, sei vor allem im Bereich der Internetkriminalität eine internationale Kooperation der Behörden notwendig, so Mikl-Leitner. Die Zusammenarbeit mit den USA sei hier besonders wichtig, da diese Österreich "im Bereich der Softwareentwicklung um Meilensteine voraus" seien. Erst vor vier Wochen habe man daher bei einem Treffen mit FBI-Experten in der US-Botschaft eine weitere Kooperation vereinbart.
Napolitano nannte die Cyberkriminalität "eine Herausforderung, weil es etwas neues ist und es noch kein internationales Rahmengesetzwerk" gebe. Um kritische Infrastruktursysteme sowie private Systeme zu schützen, sei Zusammenarbeit notwendig. Die Ministerinnen vereinbarten, dass sich ein österreichisches Team im August in den USA vor Ort über die Umsetzung der US-Cyber-Strategie informieren soll. Für den Herbst ist in Wien eine Cyber-Security-Konferenz geplant, an der auch ein Top-Experte aus den USA teilnehmen soll.
Die Prävention im Bereich der Cyberkriminalität sei beiden Ländern ein besonders Anliegen, so Mikl Leitner. So gebe es in Österreich 220 Experten bei der Polizei, um die Gefahren des Internets zu kommunizieren "und vor allem die Eltern für die Gefahren des Internets zu sensibilisieren." Spezialisten des neuen Cyber-Crime-Competence-Centers sollen in den USA geschult werden. Im Bereich des Forum-Salzburg habe man überdies mit den Nachbarländern vereinbart, ein ebensolches Zentrum bei der Europol zu installieren, das als wichtige Drehscheibe und Allianz zu den USA fungieren soll, so die Innenministerin.
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