31.03.2022 14:36 |

„Nase vorn“

China steht vor Einführung einer digitalen Währung

China ist nach Einschätzung des Banknotenherstellers Giesecke + Devrient nicht mehr weit von der Einführung einer grundlegenden technologischen Neuerung im Geldwesen entfernt: der Einführung einer digitalen Währung. „Man muss einfach eingestehen, dass China die Nase vorn hat“, sagte Vorstandschef Ralf Wintergerst am Donnerstag in München.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

China habe bereits 2014 mit den Vorbereitungen begonnen. Flotter als die Europäische Zentralbank sind laut Wintergerst auch viele andere Nationen: „Es ist zu beobachten, dass viele Länder in Afrika, des Mittleren Ostens, in Lateinamerika, aber auch in Südostasien extrem aktiv sind.“

Dagegen könnte der Zeitplan der EZB für die Einführung eines digitalen Euro „schneller sein“, sagte der G+D-Chef. Das bezieht sich darauf, dass in der Zentralbank nach wie vor die „Untersuchungsphase“ für einen eventuellen digitalen Euro läuft.

Angst vor großen Tech-Playern
Wintergerst hob ein afrikanisches Land hervor, in dem die Vorbereitungen weit gediehen sind: „In Ghana hat man durchaus Angst vor den großen Schemata der Facebooks und der großen Techfirmen, dass die mit ihren Stablecoins die nationale Währung aushebeln könnten“, sagte der Manager. „Stablecoins“ sind Kryptowährungen, die fest an eine existierende nationale Währung wie den US-Dollar gekoppelt sind.

Giesecke + Devrient ist einer der weltführenden Hersteller von Banknoten und Technik sowohl für das Bargeldmanagement als auch digitale Bezahlmethoden. Das Münchner Traditionsunternehmen zählt nach eigenen Angaben gut 150 Zentralbanken und 2400 Geschäftsbanken auf der Welt zu den Kunden. Zu den Produkten zählt auch Sicherheitstechnologie für den Finanzsektor und andere Branchen.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 18. Mai 2022
Wetter Symbol