Der Mittwoch, 12. August, hält für Himmelsbegeisterte gleich zwei Highlights bereit: Am Abend ist in Österreich eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten, wenige Stunden später erreichen die Perseiden ihr Maximum. Diese können zwischen 23 Uhr und der Morgendämmerung am besten beobachtet werden.
Das teilten jetzt die Naturfreunde Österreich in einer Aussendung mit. Unter idealen Bedingungen seien gar bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen. In der Praxis sind es meist 30 bis 60. „Für die Beobachtung der Perseiden sind heuer die Bedingungen besonders günstig. Der Mond stört kaum, sodass auch schwächere Sternschnuppen gut sichtbar sein können“, sagte Naturfreunde-Meteorologe Arno Studeregger-Renner.
Er empfiehlt einen möglichst dunklen Beobachtungsort. „Je weniger Lichtverschmutzung vorhanden ist, desto mehr Sterne und Sternschnuppen werden sichtbar.“ Optimal seien die Bedingungen oft in den Bergen, unter anderem wegen der freien Sicht. Die Höhe ist dabei nicht entscheidend. In Städten gibt es in größeren Parks oder am Stadtrand die besten Chancen, Sternschnuppen zu sehen.
Laut Studeregger-Renner stören Handys die Dunkeladaption. Falls Licht nötig sei, eigne sich eine Rotlampe. Zudem ist Geduld gefragt: Die Augen brauchen ungefähr 20 Minuten, um sich an die Dunkelheit anzupassen. Ein Fernglas oder Teleskop sind ungeeignet, da sie nur einen kleinen Himmelsausschnitt zeigen. Für Fotos empfiehlt Naturfreunde-Fotograf Alexander Sattleder unter anderem dunkle Plätze abseits von künstlichen Lichtquellen und das Verwenden von Nacht- oder Astrofotografie-Modi. Ein kleines Stativ, eine feste Unterlage oder ein Stein könnten helfen, verwackelte Bilder zu vermeiden.
Bereits seit Ende Juli aktiv
Die Perseiden sind bereits seit Ende Juli aktiv und können etwa bis zum 24. August beobachtet werden. Komet Swift-Tuttle verliert auf seiner Bahn durch das Sonnensystem große Mengen an Gas und Staubteilchen (Meteoroiden). Im August durchquert beziehungsweise streift die Erde das Gebiet mit vielen Meteoroiden, die als Sternschnuppen in der Atmosphäre verglühen. Die Perseiden haben ihren Namen vom Sternbild Perseus. Sie haben eine hohe Geschwindigkeit und können als sogenannte Feuerkugeln die Helligkeit der Venus erreichen.
Am Abend des 12. August wird auch eine partielle Sonnenfinsternis in Österreich zu sehen sein. Der Mond wird fast 90 Prozent der Sonne bedecken. In Wien erreicht die Eklipse um 20.14 Uhr ihr Maximum, in Vorarlberg um 20.39 Uhr. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) bietet einen Livestream an.
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