Di, 18. September 2018

Offenbar Volkssport

25.05.2011 10:44

Hacker stehlen weiterhin munter Sony-Kundendaten

Sony kommt nicht aus den Negativschlagzeilen, denn offenbar ist es inzwischen ein Volkssport für Hacker, immer neue Sicherheitslücken des Konzerns zu finden. Nun haben Kriminelle 2.000 Kundendaten von Sony Ericsson Mobile aus Kanada gestohlen. Zudem wurde die Website von Sony Music Entertainment Griechenland geknackt, dabei wurden 8.500 Nutzerdaten entwendet. Und auch in eine japanische Sony-Website sollen Hacker eingedrungen sein.

Im Fall aus Kanada hätten Kriminelle die Namen der Kunden und die E-Mail-Adressen entwendet, bestätigte ein Sony-Sprecher der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Das Leck sei bereits Dienstag entdeckt worden, die Website wurde inzwischen vom Netz genommen.

Am Dienstag hatte Sony bekannt gegeben, dass Hacker spät am Sonntag in das Netzwerk des Musikzweigs der Firma eingedrungen waren. Die betroffenen Websites seien sofort offline genommen worden, ließ das Unternehmen wissen. Es handelt sich um Websites von Künstlern, auf denen Fans für Newsletter registrieren konnten. Die gestohlenen 8.500 Daten enthielten E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Nutzernamen und Passwörter.

Immerhin: Kreditkartendaten waren diesmal - im Gegensatz zum vielleicht größten Datenklau aller Zeiten im April (siehe Infobox) - nicht betroffen. Die Sicherheitsfirma Sophos empfiehlt Nutzern von Sony Music Griechenland dennoch dringend, ihr Passwort zu ändern.

Hacker hinterlassen Nachricht in Japan
"The Hacker News" berichtet zudem von einem weiteren Angriff. Demnach habe die Gruppe Lulz Security Datenbanken einer japanischen Sony-Website geknackt. Die Hacker sollen die Nachricht hinterlassen haben, Sony sei "dumm" und mache das Eindringen in die Netzwerke viel zu leicht.

Erst vergangene Woche hatten sich Cyberkriminelle eine Sony-Website aus Thailand zueigen gemacht und waren damit auf Phishing-Tour gegangen (siehe Infobox).

Am Montag hatte der japanische Konzern überraschend bekannt gegeben, dass er für 2010/11 mit einem Nettoverlust von 2,25 Milliarden Euro rechnet (siehe Infobox). Der Konzern kämpft nicht nur mit den Folgen der schier endlosen Datenklau-Affäre, sondern auch mit jenen des Erdbebens und Tsunamis in Japan.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Gegen Paris
3:2 - Klopps Liverpool siegt in letzter Minute
Fußball International
Zahlreiche Stichwunden
Spanische Top-Golferin Barquin (22) ermordet!
Sport-Mix
Zweite deutsche Liga
Salzburg-Leihgabe Hwang schießt HSV zum Sieg
Fußball International
Rückzug als Parteichef
Kern wird SPÖ-Spitzenkandidat bei Europawahl
Österreich
Bayern-Start in die CL
Rummenigge warnt vor Benfica ++ Sanches im Fokus
Fußball International
Perfekter CL-Start
Krasse Messi-Gala bei 4:0-Triumph des FC Barcelona
Fußball International
Nach Ekel-Attacke
Vier Spiele Sperre für Juve-Spucker Douglas Costa
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.