Mo, 19. November 2018

Offenbar Volkssport

25.05.2011 10:44

Hacker stehlen weiterhin munter Sony-Kundendaten

Sony kommt nicht aus den Negativschlagzeilen, denn offenbar ist es inzwischen ein Volkssport für Hacker, immer neue Sicherheitslücken des Konzerns zu finden. Nun haben Kriminelle 2.000 Kundendaten von Sony Ericsson Mobile aus Kanada gestohlen. Zudem wurde die Website von Sony Music Entertainment Griechenland geknackt, dabei wurden 8.500 Nutzerdaten entwendet. Und auch in eine japanische Sony-Website sollen Hacker eingedrungen sein.

Im Fall aus Kanada hätten Kriminelle die Namen der Kunden und die E-Mail-Adressen entwendet, bestätigte ein Sony-Sprecher der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Das Leck sei bereits Dienstag entdeckt worden, die Website wurde inzwischen vom Netz genommen.

Am Dienstag hatte Sony bekannt gegeben, dass Hacker spät am Sonntag in das Netzwerk des Musikzweigs der Firma eingedrungen waren. Die betroffenen Websites seien sofort offline genommen worden, ließ das Unternehmen wissen. Es handelt sich um Websites von Künstlern, auf denen Fans für Newsletter registrieren konnten. Die gestohlenen 8.500 Daten enthielten E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Nutzernamen und Passwörter.

Immerhin: Kreditkartendaten waren diesmal - im Gegensatz zum vielleicht größten Datenklau aller Zeiten im April (siehe Infobox) - nicht betroffen. Die Sicherheitsfirma Sophos empfiehlt Nutzern von Sony Music Griechenland dennoch dringend, ihr Passwort zu ändern.

Hacker hinterlassen Nachricht in Japan
"The Hacker News" berichtet zudem von einem weiteren Angriff. Demnach habe die Gruppe Lulz Security Datenbanken einer japanischen Sony-Website geknackt. Die Hacker sollen die Nachricht hinterlassen haben, Sony sei "dumm" und mache das Eindringen in die Netzwerke viel zu leicht.

Erst vergangene Woche hatten sich Cyberkriminelle eine Sony-Website aus Thailand zueigen gemacht und waren damit auf Phishing-Tour gegangen (siehe Infobox).

Am Montag hatte der japanische Konzern überraschend bekannt gegeben, dass er für 2010/11 mit einem Nettoverlust von 2,25 Milliarden Euro rechnet (siehe Infobox). Der Konzern kämpft nicht nur mit den Folgen der schier endlosen Datenklau-Affäre, sondern auch mit jenen des Erdbebens und Tsunamis in Japan.

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