28.01.2022 12:58 |

US-Handelsbehörde:

Soziale Medien waren 2021 „Goldgrube für Betrüger“

Soziale Netzwerke gelten als Ort der Interaktion und der Unterhaltung, doch immer öfter sind Facebook & Co. auch Ausgangspunkt für unterschiedlichste Betrügereien, wie ein aktueller Bericht der US-Handelsbehörde FTC zeigt. Sie spricht von einer regelrechten „Goldgrube für Betrüger“. Allein in den USA meldeten demnach mehr als 95.000 Personen im vergangenen Jahr Verluste in Höhe von 770 Millionen US-Dollar durch Betrug, der auf Social-Media-Plattformen initiiert wurde.

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Diese Verluste machten laut FTC rund ein Viertel aller gemeldeten Verluste durch Betrug in den USA aus und stellten damit einen „atemberaubenden Anstieg um das Achtzehnfache gegenüber den 2017 gemeldeten Verlusten dar“. Damals hatten lediglich rund 5000 Personen Verluste in Höhe von etwa 42 Millionen Dollar zu beklagen gehabt.

Einen „massiven Anstieg“ verzeichnete die Behörde bei Betrügereien im Zusammenhang mit „gefälschten Kryptowährungsinvestitionen“. Sie machten mit fast 285 Millionen Dollar mehr als ein Drittel der Verluste aus. Sogenannte Love Scams, also Liebes-Betrügereien, erreichten ebenfalls ein Rekordhoch, gefolgt von Betrügereien mit Online-Einkäufen, bei denen die bestellte Ware zumeist nicht geliefert wurde. Zusammen machten Anlage-, Liebes- und Online-Shopping-Betrug laut FTC mehr als 70 Prozent der gemeldeten Social-Media-Verluste aus.

Informationen leicht zugänglich
Für die Betrüger stellten die sozialen Medien eine kostengünstige Möglichkeit dar, Milliarden von Menschen von überall auf der Welt zu erreichen, schreibt die FTC. Sie könnten einfach gefälschte Profile erstellen oder sich in bestehende hacken, um „Freunde“ zu täuschen. Dass Nutzer viele persönliche Daten von sich preisgäben, erleichtere die Vorgehensweise: „Tatsächlich könnten Betrüger die Werkzeuge, die Werbetreibenden auf Social-Media-Plattformen zur Verfügung stehen, leicht nutzen, um Menschen systematisch mit gefälschter Werbung anzusprechen, die auf persönlichen Details wie Alter, Interessen oder früheren Einkäufen basiert“, heißt es in der Mitteilung.

FTC rät zu Skepsis
Nutzer sollten daher einschränken, wer ihre Beiträge und Informationen in den sozialen Medien sehen kann, empfiehlt die Behörde. Skepsis sei zudem angebracht, wenn Freunde in Nachrichten um Geld bitten würden - vor allem, wenn dieses in Kryptowährungen überwiesen werden solle. In diesem Fall rät die FTC, besagte Freunde telefonisch zu kontaktieren, um Rücksprache zu halten. Keinesfalls sollte Geld an Personen überwiesen werden, die man nicht persönlich kenne. Vor Einkäufen im Internet bei unbekannten Firmen, rät die FTC weiter, sollten diese per Internetsuche in Kombination mit Begriffen wie „Betrug“ oder „Beschwerde“ überprüft werden.

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