13.01.2022 06:01 |

Reise nach Paris winkt

ESA-Wettbewerb: Wer hackt steirischen Satelliten?

Die europäische Raumfahrtagentur ESA sucht nach Satelliten-Hackern: Im Zuge eines Wettbewerbs werden Ideen gesucht, wie man einen von der TU Graz entwickelten ESA-Versuchssatelliten kapern könnte. Die besten Konzepte können angehende Satelliten-Hacker dann auf einer Raumfahrtmesse in Paris am echten Objekt ausprobieren.

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Die ESA hat den Wettbewerb „Hack-Cysat“ auf ihrer Website ausgeschrieben: Bis 18. Februar bittet die Behörde um Ideen, wie man den an der TU Graz entwickelten und 2019 gestarteten Versuchssatelliten OPS-SAT hacken könnte. Den steirischen Satelliten hat die ESA extra für solche Experimente in die Umlaufbahn geschossen: Das 30-Zentimeter-Raumfahrzeug ist mit einem leistungsfähigen Missionskontrollsystem ausgestattet, an dem unter anderem Cyberangriffe getestet werden, berichtet Heise.de.

Grund für den Wettbewerb: Die ESA will sich gegen Attacken auf kritische Infrastruktur - und dazu gehören auch Satelliten - rüsten und alle IT-Security-Eventualitäten berücksichtigen, die ihre Satelliten bedrohen. Der steirische Versuchssatellit ermöglicht hier als „fliegendes Labor“ Experimente, die man verständlicherweise nicht an Satelliten im Einsatz ausprobieren möchte.

Je ausgefuchster, desto besser
Gesucht werden Ideen, wie der Prozessorkern oder die Nutzlast des Satelliten aus der Ferne gekapert werden könnten. Je ausgefuchster die eingereichten Vorschläge sind, umso wahrscheinlicher ist es, zu den Finalisten zu gehören. Die sechs besten Ideen werden Ende Februar ausgewählt und können dann an einer exakten Kopie des OPS-SAT bei der ESA ausprobiert werden. Im Anschluss werden drei Finalisten ihre Angriffsmethoden am echten OPS-SAT im Orbit ausprobieren können: Sie sollen den Versuchssatelliten live auf der Cysat-Konferenz in Paris hacken, die am 6. und 7. April stattfindet.

Den Finalisten - Ideen dürfen auch von Teams, nicht nur von Einzelpersonen eingereicht werden - winkt eine von der ESA bezahlte Reise nach Paris, bei der es „einige Überraschungen“ geben wird, so die Behörde auf ihrer Website.

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