Nur wenige Stunde vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran kündigte US-Präsident Donald Trump an, die Feuerpause zu verlängern. Sie soll so lange halten, bis der Iran einen Plan präsentiert, wie der Konflikt dauerhaft beendet werden kann – dieser widerspricht Trump allerdings.
Der aktuelle Waffenstillstand werde „verlängert“, bis der Iran einen Vorschlag vorgelegt habe „und die Gespräche auf die eine oder andere Weise abgeschlossen sind“, erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social. Eigentlich wäre die Feuerpause am Mittwochabend (US-Ostküstenzeit) abgelaufen.
Er sei von Pakistan gebeten worden, den „Angriff auf den Iran so lange auszusetzen, bis deren Führer und Vertreter einen einheitlichen Vorschlag vorlegen können“, schrieb der US-Präsident. Er erwähnte auch, dass „die iranische Regierung ernsthaft gespalten ist – was nicht unerwartet kommt“.
Hormuz-Blockade bleibt
Der US-Präsident habe aber das US-Militär angewiesen, die Straße von Hormuz weiter für Schiffe zu blockieren, die von iranischen Häfen kommen oder diese ansteuern. Der Iran hatte die Blockade zuvor als Hindernis für weitere Verhandlungen dargestellt. Außerdem solle das US-Militär „in jeder anderen Hinsicht bereit und fähig“ bleiben.
Trump kündigte die Verlängerung der Waffenruhe auf Truth Social an:
Iran widerspricht
Aus dem Iran hieß es, die Verlängerung der Waffenruhe habe „keine Bedeutung“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf. Denn die „Verliererseite“ könnte „nicht die Bedingungen“ vorgeben. Die Hormuz-Blockade seien praktisch Bombardierungen, auf die es eine „militärische Antwort“ geben müsse.
Trump änderte die Meinung
Stunden vorher hatte der US-Präsident noch durchblicken lassen, sein bereits verlängertes Ultimatum nicht noch einmal verlängern zu wollen. Die US-Regierung hatte sich aber zuversichtlich geäußert, dass in Pakistan Gespräche mit dem Iran in letzter Minute noch stattfinden würden.
Iran will nicht zu Verhandlungen kommen
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete allerdings, dass iranische Vertreter nicht zu Verhandlungen nach Pakistan reisen würden. Die USA seien von „übertriebenen Forderungen“ in den vergangenen Tagen nicht abgerückt und es habe daher keine nennenswerten Fortschritte gegeben. Unter diesen Umständen sei eine Teilnahme an den Verhandlungen „reine Zeitverschwendung“, hieß es in dem Bericht.
Eine erste Verhandlungsrunde in Islamabad in Pakistan war vor gut einer Woche ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Über eine zweite Runde hatte es bis zuletzt keine Einigung zwischen Washington und Teheran gegeben.
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