Kushner, Witkoff

Selenskyj wirft Vermittlern Respektlosigkeit vor

Außenpolitik
21.04.2026 21:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Vermittlern Steve Witkoff und Jared Kushner fehlenden Respekt vorgeworfen. „Es ist respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht nach Kiew zu kommen“, sagte der Staatschef. Er verstehe die Schwierigkeiten bei der Anreise in das Kriegsland zwar, andere würde das aber nicht abhalten.

Zugleich hob er hervor, dass für ihn das Resultat und nicht der Ort der Gespräche entscheidend sei. Selenskyj lehnte erneut die russische Forderung nach einem Abzug der eigenen Streitkräfte aus den ostukrainischen Gebieten Luhansk und Donezk ab. „Das wäre fraglos für uns strategisch gesehen eine Niederlage“, sagte der Präsident. Ohne die Befestigungsanlagen und die ausgebaute Verteidigungslinie würde die Ukraine schwächer werden. Ein angeordneter Rückzug würde die Armee außerdem moralisch schwächen. Ein Kriegsende sei am schnellsten über einen Waffenstillstand entlang der aktuellen Frontlinie erreichbar.

Witkoff und Kushner, denen Selenskyj Respektlosigkeit vorgeworfen hat, sind bereits mehrfach zu Gesprächen mit Russlands Machthaber Wladimir Putin nach Moskau gereist. Ursprünglich wäre auch ein Besuch nach dem orthodoxen Osterfest am 12. April geplant gewesen. Witkoff und Kushner werden zunächst in Islamabad erwartet, wo sie im Krieg zwischen Israel und den USA mit dem Iran vermitteln. Die beiden waren auch an Verhandlungen über ein mögliches Kriegsende zwischen der Ukraine und Russland beteiligt, die seit Februar ruhen. Viele Ergebnisse brachten die bisherigen Treffen nicht, unter anderem den Austausch von Kriegsgefangenen. Die US-Regierung drängt die Kriegsparteien seit Monaten zu einem Friedensschluss.

Russland meldet neue Eroberungen
Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow meldete am Dienstag, dass die Truppen in diesem Jahr bisher 1700 Quadratkilometer ukrainisches Gebiet eingenommen hätten. Die Streitkräfte rückten in alle Richtungen vor, sagte er. Zudem wurden am Dienstag wieder gegenseitige Drohnenangriffe gemeldet. In der Ukraine wurden demnach 25 Menschen verletzt. Laut dem ukrainischen Geheimdienst SBU griff das Militär eine Ölpumpstation in Russland mit Drohnen an. In der Anlage, die zur Druschba-Pipeline gehört, sei ein Feuer ausgebrochen. 

Ersten Erkenntnissen zufolge seien fünf Rohöltanks beschädigt worden. Über die Pipeline beziehen unter anderem Ungarn und die Slowakei russisches Öl. Erst am Dienstag meldete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass die Reparaturarbeiten nach russischem Beschuss abgeschlossen seien.

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