Eine IT-Panne bei der britischen Tochter der spanischen Santander-Bank hat kurz nach Weihnachten Tausenden Unternehmern und Arbeitnehmern einen unerwarteten Geldregen beschert. 154 Millionen Euro wurden von der Bank fälschlicherweise zu viel ausgezahlt. Behalten dürfen die Empfänger der Überweisungen den unverhofften Reichtum allerdings nicht.
Tausende Briten staunten nach Weihnachten beim Blick auf ihren Kontostand: Sie hatten unerwartet hohe Überweisungen erhalten und konnten sich diese zunächst nicht erklären, berichtet die „Times“.
IT-Panne sorgte für 75.000 ungewollte Transaktionen
Wie sich herausstellte, hatte eine IT-Panne bei der Santander-Bank zu dem unverhofften Geldregen geführt. Rund 75.000 Transaktionen wurden versehentlich in die Wege geleitet, dabei wurden 130 Millionen Pfund an Tausende Briten ausgezahlt - umgerechnet über 154 Millionen Euro.
Eine Analyse des Vorfalls habe ergeben, dass Zahlungen von rund 2000 Geschäftskonten versehentlich doppelt abgewickelt wurden. Arbeitnehmern wurde doppelter Lohn ausgezahlt, auch Lieferanten der betroffenen Unternehmen wurden doppelt bezahlt.
Ursache waren „Probleme in der Zeitplanung“
Ursächlich für den peinlichen Fehler waren „Probleme in der Zeitplanung“, teilte die Bank mit und entschuldigte sich: „Es tut uns leid, dass aufgrund eines technischen Problems einige Zahlungen unserer Firmenkunden fälschlicherweise doppelt auf den Konten der Empfänger verbucht wurden.“
Die irrtümlichen Überweisungen will man nun - sehr zum Leidwesen der Empfänger - rückabwickeln lassen. Man stehe dafür bereits mit den Empfängerbanken und dem Zahlungsabwickler Pay UK in Kontakt, ließ ein Santander-Sprecher die „Times“ wissen.
Fehler sorgte für Aufregung in Personalabteilungen
Für Ärger sorgt der Zwischenfall nicht nur bei Arbeitnehmern und Betrieben, denen das zu viel überwiesene Geld nun wieder abgenommen wird. Auch in den betroffenen Betrieben sorgte der Zwischenfall für Ärger.
Das hat meine Feiertage ruiniert, weil ich dachte, ich hätte irrtümlich Hunderttausende ausgezahlt.
Lohnverrechner in betroffener Firma
Vor allem in den Personalabteilungen dürften sich Dramen abgespielt haben, vermutete manch Verantwortlicher doch zunächst, er habe einen Fehler gemacht. Dem US-Sender CNBC sagt ein Personalverrechner: „Das hat meine Feiertage ruiniert, weil ich dachte, ich hätte irrtümlich Hunderttausende ausgezahlt. Ich dachte, ich hätte etwas falsch gemacht.“
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