20.07.2021 06:00 |

Bundesbank warnt:

Mehr Risiken durch Digitalisierung im Bankgeschäft

Mit der immer stärkeren Digitalisierung der Geldgeschäfte nehmen aus Sicht der Deutschen Bundesbank auch die Gefahren für Geldhäuser zu. Um ihren Kunden weiter wichtige Banking-Dienste anbieten zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten Geldhäuser den Wandel selbst mitgestalten, hieß es im am Montag veröffentlichten Monatsbericht Juli der Bundesbank.

„Kehrseite der Digitalisierung ist jedoch, dass durch die steigende Komplexität und zunehmende Arbeitsteilung des Bankgeschäfts auch das Gefährdungspotenzial wächst.“ Dies treffe vor allem dann zu, wenn IT-Systeme der Geldhäuser nicht einheitlich seien und mit historisch gewachsenen Technologien gearbeitet werde.

„Bei der digitalen Transformation darf die Sicherheit nicht aus den Augen verloren werden, zumal Banken immer mehr in den Fokus von professionellen Angreifern rücken“, warnten die Bundesbank-Experten. IT-Infrastrukturen der Geldhäuser müssten weiterhin sicher betrieben werden. Sensible Kundendaten müssten geschützt werden. Dazu benötigen Banken vor allem ein umfassendes Verständnis und müssten einen angemessenen Umgang mit ihren digitalen Risiken sicherstellen. Dies gelte auch für ausgelagerte Geschäftsprozesse.

Erst unlängst war der IT-Dienstleister der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken von Hackern angegriffen worden, wodurch Webservices wie Bank-Webseiten oder das Online-Banking eine Zeit lang nicht oder nur sporadisch erreichbar waren. Sensible Daten der Kunden seien aber nicht in Gefahr gewesen, hatte es geheißen.

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