Der Twitter-Nutzer Travis La Marr alias "exiva" hat Sony das Debakel zugefügt. Er twitterte die Zahlen- und Buchstabenfolge an den Account von Kevin Butler. Diese fiktive Figur (im Bild), hinter der sich US-Schauspieler Jerry Lambert verbirgt, tritt in Werbevideos und sogar auf Pressekonferenzen der Firma als witziger Unternehmenssprecher auf.
Wer auch immer den Twitter-Zugang der Werbefigur betreut, hat einen fatalen Fehler begangen: Er antwortete "exiva" mit einem Scherz - und fügte den Sicherheitscode in seinen eigenen Tweet ein. Damit hat Sony selbst den Master Key, mit dem der PS3-Kopierschutz umgangen werden kann, an 70.000 Follower weitergegeben. Der Betreuer des Twitter-Zugangs dürfte sich der Brisanz der Zahlen und Buchstaben nicht bewusst gewesen sein, er scherzte: "Lass mich raten ... du hast mein Schlachtschiff versenkt."
Dabei ist Sony seit Monaten darauf bedacht, ebendiesen Code aus dem Internet zu entfernen. Zahlreiche Hacker, die ihn in Foren und auf Websites gepostet hatten, sind bereits verklagt worden (siehe Infobox). Dass Sony nun selbst zur Verbreitung beigetragen hat, hat die Hoffnung auf ein Unterbinden der Code-Weitergabe wohl endgültig zerschlagen. Auch wenn Sony den peinlichen Tweet mittlerweile von Butlers Twitter-Zugang entfernt hat.









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