Die Rückkehr zur Normalität ist mit dem Grünen Pass zum Greifen nahe. Aber wie viel Freiheit ermöglicht diese Pandemie und wie problematisch ist der Grüne Pass in Hinblick auf Datenschutz? Darüber spricht Thomas Lohninger, Geschäftsführer der netzpolitischen Bürgerrechtsorganisation epicenter.works, im krone.tv-Talk „Nachgefragt“ mit Moderatorin Raphaela Scharf.
„Datenschutz ist in einer Informationsgesellschaft ein ganz wichtiger Wert geworden, ohne den es einfach auch keine Entscheidungsfreiheit gibt und ohne den am Ende auch keine Demokratie möglich ist“, sagt Lohninger. Man brauche diesen Rückzugsort, wo man sich entscheiden kann. „Das ist im kleinsten die Wahlkabine, wo mir niemand über die Schulter schauen darf. Aber natürlich auch gesamtgesellschaftlich dort, wo sich Menschen organisieren und wo sich Meinungen bilden.“
Dass man forschen will, sei legitim. „Es ist aber nicht legitim, dass in einer staatlichen Datenbank mein Gesundheitsstatus, Bildungsstatus usw. zusammengeworfen werden. Das muss uns etwas Besseres einfallen.“ Diese Diskussion müsse man jetzt führen, da die erste simpelste Lösung meist nicht die Richtige sei.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.