Jesus-Figur geschändet
Dorf im Libanon erhält gleich zwei neue Kreuze
Nach der Schändung eines Kreuzes durch einen israelischen Soldaten, bei dem eine Jesus-Figur beschädigt wurde – krone.at berichtete – hat das christliche Dorf Debel im Süden des Libanon doppelten am Freitag gleich doppelten Ersatz erhalten.
Neben der israelischen Armee stiftete auch die Truppe der UNO-Friedensmission UNIFIL im Libanon ein Kreuz als Ersatz. Das bestätigten die päpstliche Nuntiatur in Harissa bei Beirut sowie UNIFIL auf Anfrage der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Neues Kreuz im Rahmen von Feier gesegnet
Während das von der israelischen Armee gestiftete Kreuz laut Nuntiatur-Angaben mit seiner Höhe von etwa einem Meter nicht an der ursprünglichen Stelle aufgestellt werden konnte, entspricht das UNIFIL-Kreuz mit 2,50 Metern Größe dem zerstörten Kreuz. Es wurde bei einer Feier gesegnet und am ursprünglichen Ort aufgerichtet.
Ein UNIFIL-Vertreter sagte der KNA, die Initiative der UNO-Mission, das Kreuz zu ersetzen, sei der Ankündigung der israelischen Armee vorausgegangen. Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni dankte dem italienischen UNIFIL-Kommandanten, Generalmajor Diodato Abagnara, laut Mitteilung ihres Büros am Donnerstagabend.
Die Bilder von der Wiedererrichtung des Kreuzes „erfüllen das Herz“ und seien „ein starkes Zeichen von Hoffnung, Dialog und Frieden“, so Meloni. Im Rahmen von UNIFIL sind auch rund 160 Bundesheer-Soldaten aus Österreich im Einsatz.
Israelischer Soldat beschädigte Jesus-Figur
Bilder in sozialen Medien hatten am Sonntag einen israelischen Soldaten in dem südlibanesischen Christendorf Debel gezeigt, wie er einer gestürzten Jesusfigur am Kreuz mit einer Axt auf den Kopf schlägt. Der Täter sowie ein weiterer Soldat, der ihn bei der Tat aufnahm, müssen laut israelischer Armee für je 30 Tage in Militärhaft und werden vom Kampfeinsatz abgezogen.
Über das Schicksal weiterer sechs Soldaten, die den Fall weder gemeldet noch verhindert hatten, solle später entschieden werden. Kirchenvertreter, aber auch prominente Rabbiner, sowie jüdische Vertreterinnen und Vertreter hatten den Vorfall im Dorf Debel verurteilt.









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