Über weite Teile des Landes blieb der Regen im bisherigen Frühling deutlich unter den Erwartungen. Vielerorts fielen laut Wetterexperten nicht einmal 25 Prozent des üblichen Niederschlags. In Kärnten kämpfen Feuerwehr und Bundesheer derzeit unermüdlich gegen einen verheerenden Waldbrand im Lesachtal.
Sonne satt und bis zu 25 Grad: Viele Menschen dürften sich über das sonnige und frühlingshaft warme Wetter am Wochenende freuen. Für die Natur ist die Lage jedoch angespannt. Die anhaltende Trockenheit belastet Böden und Pflanzen zunehmend. Eine Trendwende sei laut Fachleuten vorerst nicht in Sicht.
Alarm wegen maximaler Waldbrandgefahr
Am Freitag schlagen die Behörden deshalb Alarm und warnen vor „maximaler Waldbrandgefahr“. Diese bleibt auch in den kommenden Tagen bestehen. Besonders betroffen sind Teile von Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten. Erst am Sonntag dürfte sich die Lage regional wieder etwas entspannen.
Grund dafür ist ein deutliches Niederschlagsdefizit in vielen Regionen. Es fiel rund 25 Prozent weniger Regen als üblich zu dieser Jahreszeit, hieß es seitens der Meteorologen. In Linz wurden etwa nur 27 Millimeter gemessen. Dies sei nur ein „Bruchteil des Normalwerts“. Und auch sonst verlief das Frühjahr bislang vor allem im Süden „außergewöhnlich trocken“, so die Experten. In Dellach im Drautal (Kärnten) ist es bislang sogar das trockenste Frühjahr seit 1963.
Das Frühjahr ist bislang ungewöhnlich trocken:
Waldbrand im Lesachtal: 35 Hektar brennen
In Kärnten spielen sich derzeit dramatische Szenen ab, wie Bilder zeigen. Seit Donnerstagabend hält ein verheerender Waldbrand im Lesachtal die Einsatzkräfte in Atem, mittlerweile schaltet sich auch das Bundesheer ein, um lokal zu unterstützen. Rund 35 Hektar Wald stehen im Bereich Promeggen mittlerweile in Flammen.
Steile Felswände und fehlendes Löschwasser erschweren den Kampf gegen den Brand und stellen die Einsatzkräfte vor eine enorme Herausforderung. Über Nacht musste der Großeinsatz kurzzeitig abgebrochen werden – „zu gefährlich für unsere Leute“, so Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Gerd Guggenberger zur Lage.
Brand dürfte noch Tage dauern
Denn: Das Feuer ist tückisch und lässt die Flammen immer wieder auflodern. Für den nächstgelegenen Ort besteht laut der Einsatzkräfte trotz starken Rauchs derzeit keine Gefahr. Der Kampf gegen die Flammen dürfte sich allerdings noch mehrere Tage hinziehen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.