Präsenz ausbauen

Karriere-Netzwerk LinkedIn kündigt Börsengang an

Web
28.01.2011 15:43
Das weltweit größte Karriere-Netzwerk LinkedIn geht an die Börse. Das US-Unternehmen kündigte den Schritt am Donnerstag an, nannte aber zunächst weder ein genaues Datum noch die Zahl der Aktien oder eine Preisspanne. Das Interesse von Investoren an Internetunternehmen ist derzeit groß - das soziale Netzwerk Facebook etwa sammelte erst kürzlich 1,5 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) ein.

LinkedIn hat nach eigenen Angaben 90 Millionen Mitglieder in fast allen Ländern der Welt. Sie suchen und bieten über das Netzwerk Jobs, Mitarbeiter, Aufträge, fachlichen Rat oder Geschäftsideen. "Wir glauben, dass wir die Art und Weise verändern, wie Leute arbeiten - indem wir Talent mit Gelegenheit verknüpfen, und das in einem Riesen-Maßstab", erklärte LinkedIn bei der Ankündigung des Börsengangs. Mit dem Geld aus dem Börsengang will das Netzwerk demnach weiter wachsen und seine internationale Präsenz ausbauen.

Das 2003 gegründete Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Mountain View machte in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres einen Umsatz von 161 Millionen Dollar. Die Einnahmen kommen zum größten Teil aus Werbeanzeigen und Gebühren etwa für Personalagenturen. Der Gewinn für die LinkedIn-Anteilhaber belief sich in diesem Zeitraum auf 1,85 Millionen Dollar. Nummer zwei nach LinkedIn ist die deutsche Firma Xing: Sie hat weltweit mehr als zehn Millionen Mitglieder. Xing war bereits Ende 2006 an die Börse gegangen.

Internetfirmen sind derzeit heiß begehrt bei Anlegern. Sie hoffen auch auf einen Börsengang des US-Schnäppchenportals Groupon und von Facebook. Das soziale Netzwerk hat weltweit fast 600 Millionen Mitglieder. Die Ausgabe neuer Anteile an dem nicht börsennotierten Unternehmen hatte reges Interesse geweckt: Wegen des Medienrummels um das Offert schloss die Investmentbank Goldman Sachs Interessenten aus den USA von dem Angebot aus. Die Bank hatte rechtliche Bedenken, weil nach US-Börsenrecht private Ausgaben von Aktien nicht beworben werden dürfen. Facebook wird mittlerweile mit 50 Milliarden Dollar bewertet - mehr als etablierte US-Unternehmen wie Boeing oder Time Warner.

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