Twittern mit Dialekt

Forscher entdecken in Tweets regionale Unterschiede

Web
25.01.2011 10:10
Wer gerne twittert und der Welt mitteilt, was er gerade so macht, verrät vielleicht mehr über sich, als er denkt. Eine Studie von Sprachwissenschaftlern der Carnegie-Mellon-Universität in den USA kommt zu dem Ergebnis, dass sich aus einigen Tweets auch erkennen lässt, wo derjenige lebt, der die Nachricht geschrieben hat.

Die Forscher untersuchten 380.000 Nachrichten aus einer Woche im März 2010 auf Twitter und stellten dabei fest, dass das Netzwerk voll von regionalen Dialekten ist. Das gilt zum Beispiel für das Wort "cool". Die Südkalifornier schreiben "coo", die im Norden des Staates "koo". Unter den 4,5 Millionen Wörtern, die die Experten untersuchten, gab es viele ähnliche Beispiele. So heißt es in der Region New York oft kurz "suttin" statt "something".

Einige der abweichenden Schreibweisen lassen sich damit erklären, dass es auf Twitter einen Hang zu Abkürzungen gibt. Andererseits werden einige Wörter auch absichtlich verlängert, wie der Forscher Jacob Eisenstein erklärt. So ist "u" zwar eine gängige Abkürzung für "you". Einige New Yorker machten daraus aber gerne auch ein "youu" und aus einem "I" (Ich) zwei "II", so Eisenstein.

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