10.05.2021 10:48 |

Kräftiges Minus

Tourismus in Deutschland steckt im „Corona-Tief“

Die Corona-Einschränkungen haben den Tourismus in Deutschland im ersten Quartal drastisch ausgebremst. Die Zahl der Gästeübernachtungen lag in den ersten drei Monaten das laufenden Jahres mit 22,6 Millionen um mehr als zwei Drittel (68,8 Prozent) unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. 

Dabei blieben vor allem ausländische Gäste fern, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Bei Besuchern aus dem Ausland verzeichneten Hotels und Pensionen im ersten Vierteljahr gerade einmal 2,4 Millionen Übernachtungen und damit ein Minus von 81,1 Prozent binnen Jahresfrist. Bei den inländischen Reisenden lag die Zahl mit 20,2 Millionen Übernachtungen um 66,2 Prozent unter dem Vorjahr.

Auch März brachte keinen Lichtblick
Zwar fiel der Rückgang bei den Übernachtungszahlen in dem Monat mit knapp 43 Prozent moderater aus als im Jänner und Februar dieses Jahres mit jeweils 76 Prozent. Dies erklärt sich aber damit, dass im März 2020 die Corona-Krise Deutschland bereits voll erfasst hatte und ein Beherbergungsverbot für privatreisende Gäste seinerzeit die Übernachtungszahlen in den Keller rauschen ließ. Verglichen mit dem Jahr vor der Krise bedeuteten die 9,1 Millionen Gästeübernachtungen im März 2021 einen Rückgang um fast drei Viertel.

Nur 30.114 Beherbergungsbetriebe geöffnet
Touristische Übernachtungen in Deutschland sind derzeit verboten. Hotels, Pensionen oder Gasthöfe dürfen seit vergangenem Herbst nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. Doch für viele Betriebe lohnt sich der Aufwand offenbar nicht: Von den etwa 52.000 in der Statistik erfassten Beherbergungsbetrieben hatten nach Angaben des Bundesamtes in diesem März nur 30.114 geöffnet.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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