Die Amerikanische Rebzikade wütet bereits in drei Bundesländern, die Schäden sind mittlerweile enorm. Die heimischen Winzer fordern jetzt einen nationalen Krisenstab, sonst droht das bittere Ende …
Alarmstimmung bei heimischen Winzern: Beim „Sonderpräsidium“ des Österreichischen Weinbauverbandes drehte sich aktuell alles um einen unscheinbaren, aber höchst gefährlichen Feind – die Amerikanische Rebzikade.
Das Insekt breitet sich derzeit rasant aus und hat vor allem in den Grenzregionen zu Slowenien, Tschechien und Ungarn bereits massive Schäden angerichtet.
Besonders dramatisch ist die Lage, wie berichtet, im Burgenland und in der Steiermark, wo die Rebzikade die gefürchtete Goldgelbe Vergilbungskrankheit (Flavescence dorée) überträgt.
Ganze Weingärten sind betroffen, Rebstöcke müssen gerodet werden. Es erinnere bereits an eine Plage biblischen Ausmaß, so ein betroffener Landwirt. Auch im NÖ-Weinviertel steigt die Schädlingslast.
Wir dürfen wirklich keine Zeit mehr verlieren. Ohne nationalen Krisenstab und entsprechende Schritte ist der Weinbau am Ende.

Winzerchef Johannes Schmuckenschlager
Bild: Imre Antal
Schlagkräftige Strategie fehlt immer noch!
Derzeit wird die Bekämpfung auf Länderebene organisiert – doch das reicht laut Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager (ÖVP) längst nicht aus: „Wir brauchen dringend einen nationalen Krisenstab“, fordert Schmuckenschlager im Gespräch mit der „Krone“.
Ziel ist eine schlagkräftige Strategie – auch über die Grenzen hinweg. Denn bislang fehlt es an verlässlichen Informationen, wie die Nachbarländer gegen die Ausbreitung vorgehen.
Als mögliche Maßnahme wird nun auch diskutiert, stark befallene Weingärten gänzlich zu roden und stillzulegen, wohl auch gegen entsprechende Prämien. Fakt ist, das ist die größte Gefahr für den heimischen Weinbau seit Glykol-Skandal und Reblaus!
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