Wie die Forscher der von der Europäischen Union finanzierten EU Kids Online Studie feststellten, nutzt ein Drittel der Neun- bis Zehnjährigen nutzt das Internet täglich, bei den 15- bis 16-Jährigen liegt dieser Anteil sogar schon bei 80 Prozent. Dabei machen die Kinder durchaus auch sinnvolle Dinge: 85 Prozent der Neun- bis 16-Jährigen gaben an, im Internet für Hausaufgaben zu recherchieren. 83 Prozent spielen und 76 Prozent schauen Videos.
Auch soziale Netzwerke spielen für die jungen Nutzer eine große Rolle. Kontakt mit Menschen, die er oder sie davor noch nie gesehen hatte, unterhält jeder Dritte. Immerhin neun Prozent trafen eine Internetbekanntschaft im abgelaufenen Jahr dann aber auch persönlich.
Internetzugang im eigenen Zimmer oder übers Handy
Dabei kriegen viele Eltern aber gar nicht unbedingt mit, was ihre Kinder so im Internet treiben. Fast jedes zweite Kind verfügte über einen Internetzugang im eigenen Zimmer, etwa jeder Dritte nutzt das Netz auch übers Smartphone.
Eltern naiv und ahnungslos
Von negativen Erlebnissen im Internet berichtete etwa jeder Zehnte (zwölf Prozent). Mit sexuellen oder pornografischen Darstellungen kamen nach eigenen Angaben 14 Prozent der befragten Kinder in Kontakt. Ein Großteil der Eltern ist sich darüber allerdings nicht bewusst: So glaubten 40 Prozent der betroffenen Eltern, dass ihr Kind derartige Bilder nicht gesehen haben. Auch über bösartige oder sexuelle Nachrichten, die ihren Nachwuchs erreichen, sind etwa die Hälfte der Eltern nicht im Bilde.
Nur ein Viertel sperrt und spioniert
Technische Möglichkeiten, Kindern den Zugang zu bestimmten Inhalten zu verwehren, nutzt nach eigenen Angaben allerdings nur ein Viertel der Eltern. Welche Seiten ihr Kind aufgerufen hat, vollzog ebenfalls nur ein Viertel aller Eltern nach. Für die Erhebung hatten Wissenschafter europaweit mehr als 25.000 Kinder und einen ihrer Elternteile befragt.
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