Einem Sprecher des Ministeriums zufolge sei in der vergangenen Woche die Depeschen-Datenbank von einem Netzwerk für vertrauliche Regierungsdaten abgetrennt worden. Welches Netzwerk gemeint war, sagte er nicht. Angesichts der Veröffentlichung von mehr als einer Viertelmillion diplomatischer Depeschen auf der Internetplattform WikiLeaks hatte das State Department am Montag strengere Maßnahmen zum Schutz interner Unterlagen angekündigt (siehe Infobox).
Wie genau die Dokumente an WikiLeaks gelangten, ist bislang noch unklar. Die US-Justiz hat den Soldaten Bradley Manning in Verdacht, der seit Mai in Haft sitzt. Dass ein relativ niedrigrangiger Soldat wie Manning Zugang zu geheimen Unterlagen des Außen- und des Verteidigungsministeriums besaß, hatte kritische Fragen nach der Effizienz der Schutzbestimmungen innerhalb der US-Regierung aufgeworfen.
Der Austausch interner Unterlagen zwischen Ministerien und Behörden war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zunächst stark ausgeweitet worden, um die Auswertung und Vernetzung von Informationen zu erleichtern.
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