06.01.2021 17:22 |

Leistbarer Wohnraum

Amazon will 20.000 Wohnungen für Mitarbeiter bauen

Um bezahlbaren Wohnraum für seine Mitarbeiter zu schaffen, will der weltgrößte Online-Händler Amazon zwei Milliarden Dollar (rund 1,6 Milliarden Euro) investieren. Der Konzern beabsichtige, mindestens 20.000 erschwingliche Wohneinheiten in der Puget Sound Region im Bundesstaat Washington, in Arlington in Virginia und in Nashville in Tennessee zu schaffen, teilte Amazon mit.

Amazon, Google und weitere Technologiefirmen im Silicon Valley in der San Francisco Bay Area werden maßgeblich mit dafür verantwortlich gemacht, dass Immobilienpreise und Lebenshaltungskosten in der Region stark ansteigen. Obdachlosigkeit und Wohnungsnot regieren im Silicon Valley. Wer nicht im IT-Wunderland arbeitet, leidet mitunter sogar Hunger.

Silicon Valley lockt IT-Großverdiener an
Die großen Firmen, aber auch kleine Start-ups, ziehen fortlaufend Tausende gut bezahlte Ingenieure und andere Experten an, wodurch sich das Angebot bezahlbaren Wohnraums verknappt. Zusätzlich kaufen sie Gebäude zur Erweiterung ihrer Zentralen und treiben damit ebenfalls die Preise in die Höhe. Die Technologiefirmen stehen deshalb unter Druck, sich ihrer Verantwortung für die Krise im Großraum San Francisco zu stellen.

Amazon folgt auf Google und Facebook
Google hatte bereits im Sommer 2019 angekündigt, in den kommenden Jahren ursprünglich für Büros und Geschäfte gedachten Immobilienbesitz im Wert von 750 Millionen Dollar in Wohnungen umzuwandeln. Man wolle auf diese Weise den Bau von insgesamt 15.000 neuen Wohnungen für alle Einkommensklassen unterstützen, kündigte der Konzern an.

Facebook war wenige Monate später nachgezogen und hatte angekündigt, eine Milliarde Dollar für den Bau bezahlbarer Wohnungen zur Verfügung stellen. Geplant sei der Bau von 20.000 neuen Wohnungen etwa für Lehrer und Krankenschwestern, erklärte Facebook-Finanzdirektor David Wehner.

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