In sozialen Netzwerken sei die Wahrscheinlichkeit, dass ein Link geöffnet werde, höher, weil die Nachricht von einem vermeintlich vertrauenswürdigen Profil – einem Facebook-Freund – komme. Dadurch steige die Versuchung für Cyberkriminelle, persönliche Profile zu hacken und ohne Wissen des Nutzers Schädlinge an sein Netzwerk zu verbreiten, so Cluley.
Der Sicherheitsexperte rät Facebook-Nutzern daher, eine noch höhere Sorgfalt bei den Sicherheits- und Privatsphäreneinstellungen walten zu lassen, als bisher. Sie sollten zudem überprüfen, welche Anwendungen Zugriff auf ihren Account haben und diese sinnvoll wählen. Ein schwer zu knackendes Passwort für das Facebook-Profil sei ein weiteres Muss.
Vorsicht bei Facebook-Adressen
Außerdem sollten Nutzer, die ihren Klarnamen als öffentlichen Profil-Namen gewählt haben, beachten, dass sie damit auch ihre Facebook-E-Mail-Adresse preisgeben. Die Nutzerin Evelin Meier, führt Sophos als Beispiel an, habe dann die E-Mail-Adresse "evelin.meier@facebook.com", die sich jeder Fremde selbst zusammensetzen könne, um diese zu adressieren. Die Privatsphäreneinstellungen sollten daher so geändert werden, dass nur Mails von "Freunden" empfangen werden können.
Höheres Spam-Risiko
Da mit dem neuen Service nicht nur Links, Fotos und Videos versendet werden können, sondern auch externe Inhalte wie Textdateien und Tabellen, steige zudem die Gefahr, auch Schadsoftware oder Spam zu erhalten. E-Mails von Fremden würden zwar aussortiert und in einen gesonderten Ordner verschoben, allerdings gebe es keine Erkennungsmöglichkeit für gefälschte E-Mails, bei denen Betrüger den Namen eines Freundes nutzen. Diese Mails landen laut Sophos nach wie vor im "Freunde"-Ordner und sind damit vertrauenswürdig.
Bisher sei noch unklar, wie die Bedrohungen durch externe Anhänge verhindert werden sollen. Auch wenn man sich bei Facebook in einem geschlossenen Kreis von Freunden wähne, sollte man nicht jeder Nachricht vertrauen und stets kritisch bleiben, wenn sie Anhänge enthält, so wie das für jede externe E-Mail gilt.
Gesamte Kommunikation wird gespeichert und archiviert
"Die Anwender müssen sich zudem darüber im Klaren sein, dass Facebook ihre komplette Kommunikation mit anderen Mitgliedern speichert und archiviert. Auch diese Daten können in die falschen Hände geraten und missbraucht werden. Das sollte vielen Nutzern Anlass zur Sorge geben", betonte Graham Cluley.
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