Während dieser Zeitspanne seien rund 15 Prozent des gesamten weltweiten Internetverkehrs nach China umgeleitet worden. "Wir wissen nicht, was (mit den Daten) gemacht wurde, nachdem sie sie hatten", erklärte Kommissionsmitglied Larry Wortzel. Es sei unklar, ob die Umleitung absichtlich erfolgte und die chinesischen Behörden davon gewusst hätten.
Er frage sich allerdings, wer ein Interesse an sämtlicher Kommunikation des Verteidigungsministeriums und der Regierung haben könnte. "Das war wahrscheinlich kein Student an der Universität von Shanghai", so Wortzel.
Laut der stellvertretenden Vorsitzenden der Kommission, Carolyn Bartholomew, lege das Ausmaß der Vorfälle die Vermutung nahe, dass es "auf einer gewissen Ebene staatliche Unterstützung für diese Aktivitäten" gebe.
China weist Vorwurf zurück
China Telecom wies in einer der Nachrichtenagentur AFP übermittelten Erklärung am Donnerstag "jede Entführung von Internetkommunikation zurück". Auch die chinesische Presse wandte sich gegen die Vorwürfe.
In Wirklichkeit seien die USA "ein globaler Webmaster", hieß es in einem Kommentar der Staatszeitung "Global Times". "Wenn sie wollen, können sie in einer Sekunde die Internetserver in China lahmlegen."
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