Fleißiges Helferlein

Der Roboter, der alles kann

Elektronik
29.09.2004 13:11
In den Köpfen vieler Science-Fiction Autoren und Hollywood-Regisseure spielen sie schon lange eine Rolle: Roboter. Bisher versteckten sich hinter den Maschinen eher plumpe Haushaltshilfen, die lediglich den Rasen mähen oder den Boden wischen können. Der "Care-o-bot" zeigt jedoch, wie der Roboter der Zukunft aussehen kann.
Sich genüßlich zurücklehnenund einen Roboter die Arbeit erledigen lassen - diesen Traum verfolgtder Mensch seit vielen Jahrzehnten. 
In der Industrie, zum Beispiel in der Autofertigung, sindRoboter schon seit langem gang und gäbe und fixer Bestandteilin der Produktion. Aber auch Privatleute können sich in Zukunftauf ein elektro-mechanisches Helferlein freuen. Schon in wenigenjahren sind Fensterreinigungsroboter für den Hausgebrauchzu erwarten, sagen Experten voraus. 
  
Der "Care-o-bot" - ein universeller Haushaltsroboter
Die ersten einfachen Roboter gehen dem Menschen schonseit längerem zur Hand: Sie saugen, wischen, mähen Rasenoder wachen bei Bedarf auch über Haus und Hof. Ein universellerHaushaltsroboter, der zahlreiche Aufgaben erledigen kann, könntebereits in 10 Jahren Serienreife erhalten und in Massenproduktiongehen, so Martin Hägele, Leiter der Abteilung Robotersystemeam Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung(IPA). Zusammen mit seinem Team arbeitet Hägele am "Care-o-bot",einem Roboter mit weitreichenden Fähigkeiten. 
  
Die Fähigkeiten des Tausendsassas
Hinter dem "Care-o-bot" versteckt sich ein Tausendsassa,der seinem Besitzer nicht nur bei einfachen Arbeiten wie Tischdecken, Mikrowelle bedienen und Putzen zur Hand gehen soll. Dermechanische Mitbewohner könnte auch kleinere Botengängeerledigen, "seinen" Menschen stützen oder führen, dasTelefon für ihn suchen und ihm die heruntergefallene Fernbedienungaufheben. Der "Care-o-bot" erinnert außerdem an die regelmäßigeEinnahme von Medikamenten und reicht zu den Pillen gleich einGlas Wasser. Bier holen soll er auch können. 
  
Verwendungszweck und daraus resultierendeProbleme
Einsatzmöglichkeiten für den Roboter sehendie Konstrukteure beispielsweise im sozialen Sektor. "Solche Handreichungenkönnten 
älteren Menschen länger die Unabhängigkeitbewahren", meint Hägele. "Eine Alternative zur Pflege durcheinen Menschen wird dies allerdings niemals werden." Bisher scheitertes vor allem an der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine,zudem hätten es Roboter-Pfleger auch schwer, von Menschenakzeptiert zu werden. Ein weiteres Manko: Die Apparate könnenbislang kaum komplexe Situationen erkennen und ihr Verhalten daraufeinstellen. "Ich habe mir zum Beispiel keinen Staubsaugerrobotergekauft, weil die Geräte keineswegs die Aufgabe gelösthaben zu unterscheiden, was Schmutz ist und was nicht.", sagtPaul Levi vom Karlsruher Forschungszentrum Informatik. 
 
Ein weiter Weg zu einem alltagstauglichemProdukt
Nicht unerheblich in der Roboter-Entwicklung: DieFrage nach dem Preis. Schließlich sind heutige Prototypenfür ein Massenprodukt noch viel zu teuer. "Ein Haushaltsroboterdarf höchstens so viel kosten wie ein Mittelklassewagen",meint Franz Freyberger, der an der TU München forscht. Hägelevergleicht den Entwicklungsstand der Blech-Kameraden mit den erstenAutos: "Die Modelle am Anfang des 20. Jahrhunderts konnten auchschon fahren, der Weg zu einem alltagstauglichen Produkt war abernoch weit." Obwohl R2-D2 und Co noch viele technische Hürdennehmen müssen, so sind sich die Forscher doch in einem Punkteinig: Die Roboter kommen.
 
(Fotos: www.care-o-bot.de)
 
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