Lippen-Kribbeln

Tipps: Lästige Fieberblasen rechtzeitig stoppen

Gesund
29.10.2010 17:03
Bevor Schnupfen und Halsweh einsetzen, kribbelt es oft in den Lippen. Stress schwächt das Immunsystem, macht es Viren leicht. Es kribbelt, dann folgt leichtes Brennen – eine Fieberblase macht sich bemerkbar! Gerade in Erkältungszeiten haben die lästigen und oft schmerzenden Bläschen Hochsaison, sind sie doch meist die ersten Anzeichen einer Verkühlung. Dann muss man rasch handeln.

Herpes simplex labialis heißt das Virus, dem wir Fieberblasen an den Lippen  zu "verdanken" haben. Meist steckt man sich schon als Kind an, vorerst ohne es zu bemerken. Es kann Wochen, ja sogar Jahre dauern, bis der Erreger erstmals aktiv wird.

Durch Tröpfcheninfektion, das Bussi von bereits Infizierten, oder man trinkt gemeinsam aus einem Glas – und schon suchen sich die Viren ein neues Opfer. Viele Übertragungswege sind möglich. Nicht umsonst ist ein Großteil der Erwachsenen schon einmal mit den Viren in Kontakt gekommen. Allerdings, wenn diese "schlummern", besteht keine Gefahr, nur während ihrer aktiven Zeit, wenn sich Bläschen bilden und die Haut nässt, kann man sich leicht anstecken.

Heilung ist nicht möglich, da die Erreger in die Haut eindringen, entlang der Nervenbahnen wandern und sich an den Nervenwurzeln ansiedeln. Sie sind hartnäckig, verbleiben dort lebenslang – das intakte Immunsystem kann sie jedoch in Schach halten – und lauern  auf einen günstigen Moment. Nämlich darauf, dass die Körperabwehr geschwächt ist, weil man sich ausgelaugt und überlastet fühlt und  Erkältungsviren gerade "ihr Glück" in unseren Atemwegen versuchen. Ebenso durch Hormonveränderungen wie z. B. während der Menstruation oder Schwangerschaft, intensive Sonnenbestrahlung (auch im Winter!), können die Erreger aktiviert werden.

Fieberblasen rechtzeitig stoppen
Am besten sollte man gleich beim ersten Spannungsgefühl "einschreiten", dann sind die Chancen gut, eine größere Schwellung zu verhindern: mit virushemmender Salbe eincremen,  Fieberblasenpflaster aufkleben, mit antiseptischen Lösungen bepinseln usw.. Es stehen zahlreiche Produkte zur Verfügung, welche die Bläschen eindämmen bzw. die Verkrustung und damit die Abheilung fördern (in der Apotheke beraten lassen).

Was du sonst noch beachten solltest:

  • Vermeide, dass die Erreger in die Augen gelangen. Die Hände gründlich waschen, wenn du Kontaktlinsen verwendest, vor allem, während die Fieberblasen aktiv sind!
  • Die Bläschen möglichst nicht berühren (danach immer Hände reinigen) und nicht kratzen, sonst können Narben zurückbleiben.
  • Küssen vorübergehend einstellen. Auch keine Wangenbussis (Kinder)!
  • Trinkgläser nicht mit anderen teilen.
  • Keinen direkten Kontakt mit Schwangeren, Neugeborenen und  chronisch kranken Menschen, solange die betroffene Hautstelle nicht abgeheilt ist.
  • Wenn man anfällig für Herpes ist, den Mund mit Lippencreme, der UV-Schutz enthält, vor Sonne schützen (z.B. beim Skifahren)
  • Das Immunsystem stärken: für regelmäßigen und ausreichenden Schlaf sorgen, warm angezogen an die frische Luft gehen und gesunde Kost mit viel Obst und Gemüse essen.

Sollte Lippenherpes allerdings häufiger oder großflächig auftreten, den Arzt zurate ziehen!

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

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