Schreckenstat in USA

Vater erschießt sieben eigene Kinder – acht tot

Ausland
20.04.2026 07:58
Porträt von krone.at
Von krone.at

Grauenhafte Szenen in Shreveport im US-Bundesstaat Louisiana: Dort sind am Sonntagmorgen nach Polizeiangaben acht Kinder getötet worden. Die Opfer sollen zwischen 18 Monaten und 12 Jahre alt sein. Sieben von ihnen waren demnach die eigenen Kinder des mutmaßlichen Schützen, wie sich nach der Tat herausstellte.

Schauplätze der Bluttat seien drei Häuser gewesen, die laut der Polizei nun gründlich durchsucht würden. Die Ermittler gingen von einem Einzeltäter aus. Die Polizei identifizierte den Täter als den 31-jährigen Shamar E., sein Motiv ist nach wie vor unklar. 

„Es handelt sich um einen sehr großen Tatort, an dem mehrere verstorbene Kinder zu sehen sind“, sagte Chris Bordelon von der örtlichen Polizei. Einen derartigen Tatort hätten die meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seiner Dienststelle noch nie gesehen. Auch am Montag liegen noch wenige Details zu dem Fall vor. 

Fest steht jedoch: Kurz nach 6 Uhr am Sonntagmorgen war es laut Bordelon zu einer häuslichen Auseinandersetzung gekommen. Ein Mann im Erwachsenenalter habe daraufhin zu schießen begonnen. Er habe allein gehandelt, hielten die Ermittler nach bisherigen Erkenntnissen fest.

Verdächtiger erschossen
Zwei weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben ebenfalls angeschossen. Eine der beiden Frauen, denen in den Kopf geschossen wurde, ist dem örtlichen Sender KTBS zufolge die Mutter von einigen der getöteten Kinder. Außerdem habe sich ein Bub verletzt, als er von einem Dach gesprungen sei. Der Täter stahl nach der Tat ein Auto und lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit Polizisten, die schließlich das Feuer auf den Mann eröffneten und ihn töteten.

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Es ist ein schrecklicher Morgen.

Tom Arceneaux, Bürgermeister von Shreveport, reagierte auf die Bluttat

Bordelon betonte, dass für die Öffentlichkeit keine Gefahr mehr bestehe. Die Untersuchung zu einem möglichen Motiv laufe. Der Polizei zufolge war E. 2019 in einem Fall mit Schusswaffen festgenommen worden, in dem er sich schuldig bekannt habe. Es seien jedoch keine weiteren Fälle häuslicher Gewalt in seiner Vergangenheit bekannt.

Schock und Trauer in Shreveport
„Ich weiß nicht, was ich sagen soll, mein Herz ist schwer. Ich kann mir noch nicht einmal anfangen, vorzustellen, wie so etwas passieren kann“, sagte Wayne Smith, der Polizeichef von Shreveport. „Ich möchte, dass die Gemeinde weiß, dass alle meine Ressourcen hier draußen sind, dass wir jedes Beweisstück und alles verarbeiten und dass wir zu einem Zeitpunkt in der nahen Zukunft mehr und schlüssigere Informationen über was genau passiert ist, geben können.“

Die Karte zeigt den Ort Shreveport im US-Bundesstaat Louisiana, an dem Kinder durch Schüsse ums Leben kamen. Der genaue Standort ist durch eine Markierung hervorgehoben. Quelle: APA.

Shreveport im Nordwesten Louisianas liegt nah an der Grenze zu Texas. Sie ist nach New Orleans und Baton Rouge gemessen an den Einwohnern die drittgrößte Stadt des Bundesstaates. „Das ist eine tragische Situation, vielleicht die tragischste, die wir je in Shreveport hatten. Es ist ein schrecklicher Morgen“, sagte Bürgermeister Tom Arceneaux bei der Pressekonferenz. Seine Gemeinde trauere. „Jetzt verarbeiten wir die Information und das ist in sehr guten Händen.“

Ein AFP-Videoreporter beobachtete fünf sichtbare Einschusslöcher an der weißen Tür des kleinen zweistöckigen Hauses. In der Nähe hatten Trauernde ein halbes Dutzend Blumensträuße niedergelegt.

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Ich bete für alle Opfer und ihre Familienmitglieder angesichts dieser verheerenden Gewalt.

Jeff Landry, Gouverneur von Louisiana,

Der Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, teilte mit, dass er und seine Ehefrau zutiefst traurig seien. „Wir sind zutiefst dankbar, dass die Einsatzkräfte und Rettungskräfte ohne Unterlass vor Ort arbeiten.“ Liz Murrill, Generalstaatsanwältin des Bundesstaates, teilte mit, dass dieser „sinnlose Verlust von Leben“ sie sehr traurig mache. „Ich bete für alle Opfer und ihre Familienmitglieder angesichts dieser verheerenden Gewalt.“

Schwerster US-Waffenangriff seit zwei Jahren
Waffengewalt ist ein alltägliches Problem in den USA, wo es mehr Schusswaffen als Einwohner gibt. Nach Angaben der Organisation Gun Violence Archive handelte es sich bei der Tat in der US-Großstadt Shreveport um den folgenschwersten Fall von Waffengewalt in den USA seit dem Tod von acht Menschen in einem Vorort von Chicago im Jänner 2024. Der Organisation zufolge starben im vergangenen Jahr in den USA fast 15.000 Menschen durch Waffen – Suizide nicht eingerechnet.

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