04.11.2020 14:30 |

Laut Volksabstimmung

Uber-Fahrer in Kalifornien sind keine Mitarbeiter

Die Wähler in Kalifornien haben in einer Volksabstimmung ein Gesetz gekippt, das Fahrern auf Plattformen wie Uber und Lyft den Status von Mitarbeitern zusprach. Die Fahrdienstvermittler hatten genauso wie Essenslieferanten angekündigt, ihren Betrieb in dem Bundesstaat einzustellen oder zumindest einzuschränken, falls es in Kraft bleibt. 200 Millionen Dollar steckten die Firmen in ihre Kampagne gegen das Gesetz.

Plattformen wie Uber und Lyft - aber auch Essenslieferanten wie DoorDash, Instacart oder Postmates - behandeln die Fahrer und Zusteller als unabhängige Unternehmer. Kalifornien kritisierte, dass ihnen dadurch wichtige Sozialleistungen versagt bleiben und erklärte sie per Gesetz zu Mitarbeitern.

Firmen steckten 200 Millionen Dollar in Kampagne
Für die Kampagne gegen das Gesetz gaben die Firmen insgesamt mehr als 200 Millionen Dollar (171 Millionen Euro) aus - so viel wie niemals zuvor in Kalifornien. Zuvor waren die Unternehmen auch vor Gericht gegen das Gesetz vorgegangen.

58,3 Prozent stimmten gegen Mitarbeiterstatus
Bei dem zusammen mit der US-Präsidentenwahl abgehaltenen Referendum stimmten am Dienstag 58,3 Prozent für die Abschaffung dieser Regelung, wie aus den Ergebnissen der Wahlbehörde hervorging. Uber gab nach dem Ergebnis der Volksabstimmung einige zusätzliche Gesundheits- und Versicherungsleistungen für Fahrer bekannt.

Massenanstellungen hätten 392 Millionen gekostet
Reuters-Berechnungen zufolge hätten Uber und Lyft durch das Gesetz Zusatzkosten von jeweils mehr als 392 Millionen Dollar entstehen können - im Zusammenhang mit dann fälligen Arbeitslosen- und Krankenversicherungen sowie Mindestlöhnen.

 krone.at
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