22.07.2020 11:44 |

AK rät zu Vorsicht

So werden Nutzer von Krypto-Plattformen abgezockt

Sie versprechen Gewinne, doch tatsächlich werden Kunden nur abgezockt: Laut Arbeiterkammer sitzen Konsumenten immer wieder betrügerischen Kypro-Plattformen im Internet auf. Insbesondere, wenn diese ihren Sitz in Übersee hätten, sei Vorsicht geboten, warnen die Verbraucherschützer.

Die AK verweist auf den aktuellen Fall einer Konsumentin, die bei einer Krypto-Plattform ursprünglich 250 veranlagt hatte. Als ihr mitgeteilt wurde, dass sie einen Gewinn gemacht habe und sie diesen lukrieren wollte, hatte sie jedoch plötzlich einen Verlust. „Ihr Kundenbetreuer drängte sie, mehr Geld zu investieren. Unter Druck ihres Betreuers gab sie eine Transaktion frei - von ihrer Kreditkarte wurden 1000 Euro abgebucht. Die Krypto-Plattform meinte, der Betrag würde als Gutschrift auf ihrem Krypto-Konto gutgeschrieben. Frau M. wollte die Rückzahlung - doch Kundenbetreuer kamen und gingen, ihr Geld blieb verschwunden“, beschreibt die AK die Masche der Krypto-Plattform.

Die AK wandte sich daraufhin an die Behörden auf den Marshall Islands, wo die Plattform angeblich ihren Sitz hat, doch der Brief kam als unzustellbar zurück. Und auch bei der Kreditkartenfirma blieb der Erfolg aus. Es handle sich nicht um betrügerische Abbuchungen von der Kreditkarte der Kundin, denn die Abbuchungen seien von ihr zweifelsfrei autorisiert und freigegeben worden, teilte man mit.

Die Kammer rät daher, auf den Sitz der Krypto-Firmen zu achten. Sei dieser unklar oder in Übersee, sei Vorsicht geboten. „Schauen Sie auf der Krypto-Website genau nach, ob es eine Aufsicht, also einen Hinweis auf die Zuständigkeit einer Finanzaufsichtsbehörde gibt. Wo ist der Gerichtsstand und welches Recht gilt? Gibt es Firmenbuchnummern?“, so die AK. Obacht sei auch angebracht, wenn mit kleinen Einstiegsbeträgen geködert werde, die sofort einen Gewinn erzielten. Das sei ein gängiges Muster von dubiosen Plattformen. „Es gilt: Appetit auf ‘mehr‘ machen - also höhere Beträge einzuzahlen“, warnen die Arbeitnehmervertreter.

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