03.07.2020 16:29 |

Betrug im Internet

45-Jährige überwies falschem Arzt über 10.000 Euro

Eine 45-Jährige aus dem Bezirk Perg ist von einem angeblichen US-Militärarzt um einen fünfstelligen Eurobetrag betrogen worden. Erst eine Freundin konnte sie überreden, nicht noch mehr Geld zu überweisen und den Betrug zur Anzeige zu bringen. Das berichtete die Landespolizeidirektion Oberösterreich am Freitag.

Die Frau war über ihren Social-Media-Account von einem unbekannten Mann kontaktiert worden. Er gab sich als derzeit im Jemen stationierter Arzt der US-Armee aus und spielte ihr vor, er wolle nach Österreich auswandern. Dort wolle er eine Lebensgemeinschaft mit ihr gründen.

Lügengeschichte über Gold eines Prinzen
Noch dazu gab er sich als sehr vermögend aus: Er habe von einem Prinzen zehn Millionen US-Dollar (8,86 Millionen Euro) und zusätzlich Gold und Diamanten im Wert von fünf Millionen US-Dollar (4,43 Millionen Euro) für die Lebensrettung der Frau des Prinzen erhalten.

Tausende Euro in die Türkei überwiesen
Diesen „Schatz“ wolle er der 45-Jährigen mit einem Paket schicken, um damit den Grundstein für die gemeinsame Zukunft zu sichern. Die Frau stimmte zu. Danach wurde sie von einer angeblichen Spedition angewiesen, zwecks Paketversicherung, Zollpapieren und dergleichen zuerst einen Geldbetrag im hohen vierstelligen Bereich und einige Tage später einen weiteren Bargeldbetrag im niedrigen fünfstelligen Bereich auf türkische Bankkonten zu überweisen.

Betrüger riet Frau, Kredit aufzunehmen
Einige Tage später erhielt sie eine dritte Aufforderung zur Überweisung von knapp 40.000 Euro. Sie teilte dem vermeintlichen Arzt mit, dass sie diesen Betrag nicht mehr bezahlen könne. Da forderte er sie nachdrücklich auf, einen Kredit aufzunehmen, ihr Auto zu belehnen oder sich das Geld von Freunden auszuleihen. Die Bank verweigerte den Kredit. Deshalb wollte sie sich das Geld bei einer Freundin borgen. Diese überredete sie dann glücklicherweise zur Anzeige bei der Polizei.

Anderer Schwindler erbeutete 200.000 Euro
Erst kürzlich hatte ein Unbekannter mit einer ähnlichen Masche im Internet eine andere Frau in Oberösterreich um über 200.000 Euro erleichtert. Er hatte behauptet, er sei Chirurg aus den USA und arbeite im Auftrag der Vereinten Nationen im Irak. Er baute geschickt eine gewisse Erwartungshaltung auf eine tiefergehende Freundschaft auf. Damit gelang es ihm, das Vertrauen der Frau zu gewinnen und ihr das Geld herauszulocken.

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