17.06.2020 06:03 |

RTR-Report zeigt:

Breitband-Internet kommt meist übers Mobilfunknetz

Die Zahl der Breitbandanschlüsse in Österreich hat zugelegt. Mit Ende 2019 stieg sie im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 10,6 Millionen, teilte die Rundfunk- und Telekom-Regulierungsbehörde RTR mit. Die Mehrheit der Anschlüsse - rund drei Viertel - entfielen auf Mobilfunk- und Smartphone-Tarife, rund ein Viertel wurde via Festnetz realisiert.

Am deutlichsten stieg die Zahl der Smartphone-Tarife mit plus 4,8 Prozent, während die Zahl der festen Anschlüsse und der mobilen Datentarife im vierten Quartal 2019 nahezu unverändert blieben.

Breitband-Durchdringung vor allem am Smartphone
Auch bei der Durchdringung schneiden Smartphone-Tarife mit knapp 150 Prozent am stärksten ab. Laut Definition der RTR beschreibt diese Durchdringung den Anteil der Breitbandanschlüsse im Fest- bzw. Mobilfunknetz im Verhältnis zur Anzahl der österreichischen Haushalte. Festes Breitband war in 62,6 Prozent und mobile Datentarife in 54 Prozent der Haushalte vorhanden, geht aus dem RTR-Internet-Monitor 2019 hervor.

Die Datennutzung erreichte im Schlussquartal 2019 mit mehr als 1500 Petabyte (1 Petabyte =1024 Terabyte) einen neuen Höchstwert. Im Gegensatz zu der Zahl der Anschlüsse machte der Konsum von festem Datenvolumen knapp doppelt so viel aus wie der Konsum von mobilem Datenvolumen. Während Festnetzanschlüsse meist unlimitiert genutzt werden können, gibt es bei Smartphone-Tarifen üblicherweise ein limitiertes Datenvolumen.

1,6 Milliarden Euro Umsatz mit Breitbandinternet
Mit Breitband wurden im Vorjahr insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro Umsatz gemacht, im vierten Quartal alleine waren es 407 Millionen Euro, so die RTR. Dabei entfallen rund 60 Prozent der Umsätze auf festes Breitband und knapp 39 Prozent auf mobiles Breitband. Der Rest sind Vorleistungsumsätze.

„Interessant werden sicherlich die Zahlen der letzten Monate und wie die Entwicklung heuer bis Jahresende weitergeht. Fest steht jedenfalls, dass es unbedingt notwendig ist, den Ausbau der mobilen und festen Netze voranzutreiben, um Krisensicherheit, aber auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Österreich zukünftig zu gewährleisten“, so Klaus Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post. In der Coronakrise hätten sich funktionierende Internetzugänge als „systemrelevant“ erwiesen.

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