02.06.2020 11:56 |

Neue Strategie

London will Reisen durch „Luftbrücken“ erleichtern

Großbritannien hat die meisten Corona-Todesopfer in Europa. Nach offiziellen Statistiken starben bisher mehr als 39.000 Menschen an Covid-19, die Dunkelziffer wird weit höher eingeschätzt. Trotzdem will die Regierung mit sogenannten Luftbrücken geplante Quarantäne-Maßnahmen für viele Flugreisende umgehen. Bei der Auswahl geeigneter Strecken sollen folgende Faktoren eine Rolle spielen: das Erkrankungsrisiko, die wirtschaftliche Bedeutung eines Staates, die Fluggastzahlen sowie die Möglichkeit von Gesundheitschecks auf Flughäfen im Ausland.

Die britische Regierung will Medienberichten zufolge mit sogenannten Luftbrücken geplante Quarantäne-Maßnahmen für viele Flugreisende umgehen. Premierminister Boris Johnson favorisiere diese Lösung, zitierte der „Telegraph“ eine nicht näher genannte Regierungsquelle. Demnach müssen Flugpassagiere bei ihrer Einreise nach Großbritannien künftig nicht in eine 14-tägige Quarantäne, wenn sie aus einem Land mit geringem Ansteckungsrisiko kommen.

Doch nicht nur das Erkrankungsrisiko soll einem Bericht der „Times“ zufolge als ausschlaggebender Faktor bei der Auswahl geeigneter Strecken für solche „Luftbrücken“ berücksichtigt werden: Von Relevanz seien auch die wirtschaftliche Bedeutung eines Staates für Großbritannien, die Fluggastzahlen und die Möglichkeit von Gesundheitschecks auf Flughäfen im Ausland. Eine Regierungssprecherin wollte die Berichte nicht kommentieren.

„Beste Strategie“
Nach Ansicht Johnsons sei dies die beste Strategie, um das Virus in Schach zu halten und zugleich das Reisen wieder zu erlauben. Geplant ist bisher, vom 8. Juni an eine zweiwöchige Quarantäne für alle Reisenden einzuführen, die in das Land kommen. Damit soll verhindert werden, dass Coronavirus-Infektionen von außen eingeschleppt werden und eine zweite Ausbruchswelle auslösen.

Hohe Strafen drohen
Einreisende müssen künftig an der Grenze ihre Adress- und Kontaktdaten hinterlassen. Wer sich nicht an die Selbstisolation hält, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Die Quarantäne soll für alle Einreisenden gelten. Ausgenommen sind nur wenige Berufsgruppen wie Lastwagenfahrer, Erntehelfer und medizinisches Personal sowie Reisende aus Irland, der Isle of Man und von den Kanalinseln.

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