11.05.2020 05:29 |

Neue „Krone“-Serie

75 Jahre Kriegsende: (Selbst-)befreiung Kärntens

In einer neuen Serie dokumentiert die „Kärntner Krone“ die Nachrkiegsjahre des Zweiten Weltkrieges. Die provisorische Landesregierung Kärntens zwang den Nazi-Gauleiter am Abend des 7. Mai 1945 zum Rücktritt und übernahm so die Macht. Damit endete der Zweite Weltkrieg.

Es sind Namen, die drohen, in Vergessenheit zu geraten. Dabei waren es diese Männer, die das Ende des Zweiten Weltkrieges in Kärnten offiziell machten und die provisorische Landesregierung bildeten (auf dem Foto oben von li. nach re., zuerst stehend, dann sitzend):

  • Josef Tschofenig (KPÖ)
  • Hans Ferlitsch (ÖVP)
  • Franz Sagaischek (ÖVP)
  • Wolfram Enzfelder (SPÖ)
  • Landesamtsdirektor Karl Newole
  • Ferdinand Wedenig (SPÖ)
  • Landeshauptmann-Stellvertreter Hans Amschl (ÖVP)
  • Landeshauptmann Hans Piesch (SPÖ)
  • Landesrat Hans Herke (SPÖ)
  • und Landesrat Josef Tischler

In ihrer Proklamation - die am 8. Mai 1945, ein Dienstag, in der Kärntner Zeitung abgedruckt wurde - verkündigten diese provisorischen Landesvertreter feierlich: „Kärntner deutscher und slowenischer Sprache, schart euch um die Regierung. Es lebe das demokratische Kärnten im freien Österreich!“ Der Zeitungskopf der ehemaligen NSDAP-Gauzeitung wurde für diese Ausgabe übrigens umgestellt: Der Platz, an dem sich einen Tag zuvor noch das Hakenkreuz befand, ist nun leer (siehe Faksimile).

Ebenfalls am 8. Mai fand die erste Regierungssitzung nach dem Krieg statt. Im Protokoll ist vermerkt: „Das Land wurde von englischen Truppen besetzt. 2 bis 3 Kompanien Tito-Truppen sind in Klagenfurt eingezogen. (...) Tito-Soldaten haben in 14 Fällen Entwaffnungen vorgenommen.“

Mehr über diese „Tito-Truppen“ aus dem damaligen Jugoslawien und den Wettlauf um die Besatzung Kärntens lesen Sie kommende Woche in unserer Serie „75 Jahre Kriegsende“.

Neue Serie der „Kärntner Krone“: 75 Jahre Kriegsende
Das Jahrzehnt der Nachkriegszeit will die „Kärntner Krone“ in einer neuen Serie dokumentieren - mit Fotos aus dem Landesarchiv, historischen Zeitungsausschnitten und Zeitzeugeninterviews. Wenn Sie also zu Hause Fotos, Postkarten oder Briefe aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg haben; wenn Sie selbst damals ein Kind waren und sich erinnern; dann melden Sie sich jederzeit gern bei uns:

Clara Milena Steiner
Clara Milena Steiner
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