Zweiter Weltkrieg

Wir suchen Kärntner Zeitzeugen der Nachkriegsjahre

Kärnten
04.03.2020 19:12

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg - und seither leben wir in Frieden. Eine „Krone“-Serie historischer Fotos, an deren Ende ein Buch steht, soll erinnern und mahnen. Dafür suchen wir auch Leserfotos!

Der 8. Mai 1945 ist in die Geschichte eingegangen als der Tag der Befreiung - es war der Tag der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht und markiert damit das Ende des Zweiten Weltkrieges... Den 8. Mai 2020 nehmen wir 75 Jahre später zum Anlass, eine neue, interessante Serie zu starten: Jeden Tag soll ein historisches Foto in der „Kärntner Krone“ veröffentlicht werden - und sonntags jeweils eine ganze Seite zu einem besonders spannenden Thema.

Fotos der Bombenschäden sind rar, denn in der Kriegszeit waren Kameras und Film knapp. Außerdem galt ein Fotoverbot von Zerstörungen! (Bild: TAÖ/AAvK)
Fotos der Bombenschäden sind rar, denn in der Kriegszeit waren Kameras und Film knapp. Außerdem galt ein Fotoverbot von Zerstörungen!
Der Krieg ist vorbei, die Nazis sind geschlagen - Ende Mai verlassen auch die Tito-Partisanen die Landeshauptstadt. (Bild: AAvK)
Der Krieg ist vorbei, die Nazis sind geschlagen - Ende Mai verlassen auch die Tito-Partisanen die Landeshauptstadt.

Dabei behandeln wir nicht den Zweiten Weltkrieg selbst, sondern sein Ende und den Sieg über die Nazis. Im Fokus stehen etwa die Aufbauarbeiten nach den Bombenschäden in Kärntens Gemeinden und Städten, die Besatzungszeit und das Leben mit den Soldaten, der politische Neubeginn und die provisorische Landesregierung sowie zu guter Letzt der Staatsvertrag von 1955 und seine Auswirkungen auf unser Bundesland.

Sparen gleich frei sein - so plakatierte die Kärntner Sparkasse am Weltspartag im Jahr 1955. (Bild: AAvK)
Sparen gleich frei sein - so plakatierte die Kärntner Sparkasse am Weltspartag im Jahr 1955.

Nachkriegszeit in Kärnten - ein Buch
Bis zum 26. Oktober 2020 erscheint die Serie täglich, ist damit aber nicht zu Ende: Am Nationalfeiertag präsentieren wir nämlich eine Publikation. Schon 2018, im Jubiläumsjahr der Landeshauptstadt, brachte die „Kärntner Krone“ gemeinsam mit dem Klagenfurt-Experten Johannes Lebitsch und dem Verlag Heyn den Band „Klagenfurt: Eine bemerkenswerte Stadt in alten Ansichten“ heraus.

Johannes Lebitsch inmitten von säuberlich sortierten Fotos. (Bild: Steiner Clara Milena)
Johannes Lebitsch inmitten von säuberlich sortierten Fotos.

Die Zusammenarbeit hat so gut funktioniert, dass wir uns wieder zusammentun und heuer in Kooperation mit dem Landesarchiv und Direktor Thomas Zeloth sowie mehreren Historikern an einem neuen Buch arbeiten. „Man muss den Menschen bewusst machen, was für einen Wert es hat, 75 Jahre lang in Frieden zu leben“, begründet Verleger Achim Zechner die Wichtigkeit dieses Projektes.

Verleger Zechner und Experte Lebitsch beim Buchdruck von „Klagenfurt - eine bemerkenswerte Stadt in Alten Ansichten“. (Bild: Rojsek-Wiedergut Uta)
Verleger Zechner und Experte Lebitsch beim Buchdruck von „Klagenfurt - eine bemerkenswerte Stadt in Alten Ansichten“.
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Im Landesarchiv haben wir viele Quellen aus dieser Zeit: Protokolle, Berichte von Verwaltung und Politik, Fotos, Plakate, etc.

Thomas Zeloth, Landesarchivdirektor

Zeitzeugen und Leserfotos gesucht!
Fotos aus der Nachkriegszeit gibt es zwar, doch was wir wirklich aufzeigen und spürbar machen wollen, sind Erinnerungen. Die Wiedererlangung der Freiheit und der Hoffnung - diese Gefühle können nur jene beschreiben, die 1945 und in den darauffolgenden Jahren dabei waren. „Jetzt haben wir noch die Chance, die Menschen zu besuchen, mit ihnen zu sprechen, ihre Erinnerungen umfassend zu dokumentieren. Diese Chance sollten wir nützen!“, meint Hannes Mößlacher, „Kärntner Krone“-Chefredakteur.

Wenn Sie also zu Hause Fotos, Postkarten oder Briefe aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg haben; wenn Sie selbst damals ein Kind waren und sich erinnern; dann melden Sie sich jederzeit gern bei uns:

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