16.03.2020 15:14 |

Bande verhaftet

SIM-Betrüger plünderten österreichische Konten

Dem Bundeskriminalamt ist in Zusammenarbeit mit der europäischen Polizeibehörde Europol ein Schlag gegen sogenannte SIM-Swapping-Betrüger gelungen. Die vierzehnköpfige Bande aus Rumänien soll Dutzende Konten in Österreich geplündert haben. Jetzt wurden sie verhaftet.

Beim sogenannten SIM-Swapping werden Mobilfunkanbieter dazu gebracht, die Telefonnummer eines Nutzers auf eine andere SIM-Karte zu übertragen - etwa, indem sich die Betrüger als Kunden ausgeben, die ihre Telefonnummer portieren möchten oder eine neue SIM-Karte benötigen. Einmal in Besitz der neuen Karte, können sie dann Passwörter zurücksetzen oder durch das Abfangen von TAN-Codes Zugriff auf Online-Konten erlangen.

Dutzende Konten geplündert
Mit diesem Trick
war es laut einer Europol-Mitteilung vom Freitag auch einer vierzehnköpfigen Bande aus Rumänien gelungen, im Frühjahr 2019 Dutzende Konten in Österreich leerzuräumen. Demnach hatten sich die Betrüger mit zuvor gestohlenen Zugangsdaten ihrer Opfer in deren Online-Banking-Konten eingeloggt und anschließend ein Einmal-Passwort angefordert, das ihnen per SMS zugestellt wurde. Mit diesem hätten sie anschließend an einem kartenlosen Bankomat Geld abheben können.

Die Verdächtigen wurden Anfang Februar in Rumänien mit gleichzeitigen Haftbefehlen in ihren Häusern festgenommen. Europol schätzt, dass die Bande über eine halbe Million Euro von ahnungslosen Kontoinhabern stehlen konnte.

„Betrüger erfinden immer wieder neue Wege, um Geld von den Konten ahnungsloser Opfer zu stehlen. Obwohl es scheinbar harmlos ist, beraubt der SIM-Tausch die Opfer nicht nur ihres Telefons: SIM-Hochstapler können Ihr Bankkonto innerhalb weniger Stunden leeren. Die Strafverfolgungsbehörden stellen sich auf diese Bedrohung ein, wobei europaweit koordinierte Aktionen stattfinden“, so Fernando Ruiz, Leiter des Europäischen Zentrums für Internetkriminalität von Europol.

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