Daten im Ausland

Geldstrafe für Facebook und Twitter in Russland

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14.02.2020 08:11
Porträt von krone.at
Von krone.at

Weil die beiden US-Unternehmen die Daten russischer Nutzer weiterhin im Ausland speichern, hat ein Gericht in Russland Geldstrafen gegen Facebook und Twitter verhängt. Die Internetriesen müssen jeweils vier Millionen Rubel (fast 58.000 Euro) Strafe zahlen, wie die Staatsagentur Tass am Donnerstag meldete.

Das Gesetz schreibt vor, dass ausländische Kommunikationsunternehmen ihre Server in Russland haben müssen. Die Behörden argumentieren mit Sicherheitsbedenken. Hacker hätten es dann schwerer, an Informationen russischer Bürger zu kommen. Facebook und Twitter können nun innerhalb von zehn Tagen Einspruch gegen die Entscheidung einlegen.

Russland versucht seit längerem, mehr Kontrolle über das Internet zu bekommen. Im November trat ein Gesetz für ein eigenständiges Internet in Kraft. Der russische Internetverkehr soll demnach über Server im eigenen Land gelenkt werden. Kritiker sprechen von Zensur und warnen davor, dass ihr Land digital isoliert werde könnte. Es ist nicht das erste Mal, dass Russland gegen große Internetfirmen vorgegangen ist.

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