28.01.2020 06:03 |

Aktuelle Studie

Migräne vorzubeugen funktioniert tatsächlich

Jeder zehnte Erwachsene leidet unter dieser Form des Kopfschmerzes, zwei von drei Betroffnen haben deswegen noch nie ärztlichen Rat gesucht, und weniger als ein Fünftel der Patienten erhalt auch vorbeugende Medikamente. Eine aktuelle Studie beweist jetzt die Wirksamkeit der Antikörper-Therapie.

Die Möglichkeiten in der Migränetherapie werden leider seitens vieler Betroffener nur selten in Anspruch genommen“, betont  Prim. Priv.-Doz. Dr. Nenad Mitrovic, Präsident der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG) anlässlich der 19. Österreichischen Schmerzwochen der ÖSG. Diese Informationskampagne steht heuer im Zeichen der Prophylaxe. Für viele wäre eine präventive Behandlung sehr sinnvoll, da die Krankheit auch enorme Auswirkungen auf Berufs- und Privatleben hat. Drei von vier Befragten einer Langzeit-Studie gaben an, dass sie Nachteile im Sozialleben haben, 61 Prozent mussten schon auf wichtige Veranstaltungen verzichten. 

„Es gibt eine Reihe von gut erprobten Medikamenten aus den Gruppen der Betablocker, Kalziumantagonisten und Antiepileptika, die bei 50 bis 75 Prozent der Patienten die Häufigkeit der Migräneattacken um mehr als 50 Prozent reduzieren. Für jene, die auf diese Medikamente nicht ansprechen oder wenn diese mitunter nicht vertragen werden, gibt es inzwischen auch eine Alternative“, erklärt Prim. Mitrovic. Therapien auf Basis von sogenannten monoklonalen Antikörpern. Diese binden  an den Rezeptor oder an das Neuropeptid „Calcitonin Gene-Related Peptide“ (CGRP), das für das Entstehen von Migräne eine wesentliche Rolle spielt: Bei 77 Prozent der Studienteilnehmer wurde die Häufigkeit der Anfälle um 50 Prozent gesenkt.  „Ich kann Migränepatienten nur ans Herz legen: Resignieren Sie nicht, suchen Sie Hilfe, reden Sie mit Ihrem Hausarzt oder einem Neurologen“, appelliert Prim. Mitrovic.

Karin Rohrer-Schausberger, Kronenzeitung

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