Auch wer sich trotz Virenschutz infiziert, soll von der Internetwelt abgeschnitten werden – und zwar so lange, bis das Problem auf dem eigenen Rechner beseitigt ist, wie australische Medien berichten.
Die im 260 Seiten umfassenden Bericht zur Lage der Computerkriminalität – Titel: "Hackers, Fraudsters and Botnets: Tackling the Problem of Cyber Crime" – verfassten Empfehlungen australischer Politiker sind Teil eines geplanten Maßnahmen-Pakets zur Unterbindung von Cybercrime.
Unter anderem ist vorgesehen, Internetprovider und ganz allgemein IT-Firmen mehr in die Pflicht zu nehmen. Konsumenten, die durch unsichere Produkte oder Sicherheitslücken in Software Schaden davontragen, sollen diesen demnach gegenüber dem jeweiligen Hersteller künftig geltend machen können. Im Gegenzug sollen australische Internetnutzer dazu verpflichtet werden, entsprechende Sicherheitsmaßnahmen auf ihren PCs zu treffen und ihre Software per Update auf dem neuesten Stand zu halten.
Hintergrund: Hacking, Phishing, Malware und Botnetze verursachen laut "News.com.au" australischen Unternehmen alljährlich einen Schaden von umgerechnet rund 460 Millionen Euro. "In den vergangenen zehn Jahren hat sich Cybercrime von einem kleinen Ärgernis zu einem organisierten und länderübergreifenden Verbrechen mit hohen Profiten und verheerenden Folgen auf Seiten der Opfer entwickelt", heißt es im Vorwort des Berichts.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.